Beim gestrigen 7. Twittwoch-Ruhr habe ich einen kurzen Vortrag zum Thema Social Media in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gehalten. In dem Vortrag ging es darum, wie Unternehmen Social Media für die interne Kommunikation nutzen können um Lern- u. Wissensziele zu erreichen. OpenSource Software und kostenlose Internetdienste bieten heute die Möglichkeiten Wissensmanagement im Unternehmen kostengünstig mit geeigneten Werkzeugen zu unterstützen. Dies dürfte besonders für kleinere Unternehmen wie z.B. Agenturen spannend sein.
Und ja, mittlerweile ist der Begriff Web 2.0 nicht mehr en vogue. Aber
1) war der Begriff “en vogue” als das Projekt begonnen hat und
2) haben wir uns dazu entschieden den Begriff in den Titel des LERNET 2.0 Praxisleitfadens zu nehmen, weil wir glauben das er bei der schwierigen Zielgruppe (Mittelstand) verbreitet ist.
3) Es macht aus meiner Sicht keinen großen Unterschied welches Buzzword man nutzt. Hauptsache es wird klar worum es geht. Darum habe ich mich entschieden den Begriff auch im Vortrag zu verwenden.
Dies war nicht etwa ein Diskussionspunkt bei der Veranstaltung. Ich wollte es nur einmal gesagt haben.
Social Media lassen sich im Unternehmen nicht nur für die Außen- sondern auch für die interne Kommunikation nutzen. Durch einen durchdachten Einsatz der richtigen Tools können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Lern- und Wissensziele zu erreichen. Die meisten Werkzeuge sind kostenlos verfügbar. Das macht sie besonders für KMU attraktiv.
Heute Abend werde ich beim Twittwoch-Ruhr von meinem letzten größeren Projekt, in dem ich gearbeitet habe berichten. Das Projekt LERNET 2.0 wurde unter Federführung des eLearning-Netzwerks D-ELAN durchgeführt, für das ich neben meiner Selbstständigkeit als Kommunikationsberater tätig bin. Das Projekt wurde über zweieinhalb Jahre (2007-2009) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Ziel war es, kleine und mittlere Unternehmen über die Möglichkeiten des digitalen Lernens zu informieren und konkrete Hilfestellungen zu geben.
Aus dem Projekt heraus haben wir den LERNET 2.0 Praxisleitfaden “Web 2.0 fürLern- und Wissensmanagement in KMU” entwickelt, den ich heute kurz vorstellen werde.
Der zweite Referent ist Volker Meise. In seinem Vortrag wird es um “Social Media Monitoring” gehen.
Die Veranstaltung findet im Essener Unperfekthausstatt und beginnt um 19:00 Uhr.
Die Veranstaltung ist kostenlos, es fällt lediglich der Eintritt ins Unperfekthaus von EUR 5,50 an (s.a. Terminbeschreibung bei Xing).
KMU 2.0 – Web 2.0 für Lern- und Wissensmanagement in kleinen Unternehmen (Tim Krischak, @t_krischak)
Zuhören ist wichtig – Social Media Monitoring (Volker Meise, @meistermeise)
Im Bereich Social Media kann der Einsatz von Monitoring-Lösungen wertvolle Ressourcen sparen. Dr. Volker Meise (selbstständiger Unternehmensberater; www.meiseonlinestrategie.de) stellt ein System vor (Sysomos)
Vor kurzem war ich beim openeday am Duisburger Learning-Lab zu Gast. Beim eDay werden traditionell die Praxisprojekte des Studiengangs Master of Educational Media vorgestellt. In diesem Jahr haben sich die Organisatoren etwas besonderes einfallen lassen und die Veranstaltung nach dem Vorbild eines Barcamps geöffnet.
Bei einem Barcamp gibt es kein festes Programm, das vom Veranstalter bestimmt wird. Jeder Teilnehmer kann eine Session anbieten, sofern das Thema für die anderen Teilnehmer interessant ist. Beim Beginn der Veranstaltung wird abgestimmt und anschließend der Programmablauf für den Tag festgelegt.
Beim openeday gab es einige feste Programmpunkte und zusätzlich freie Slots zu Themenbereichen, die im Vorfeld im Internet abgefragt wurden:
Stefan hat zur Einführung einen guten Überblick über die Grundlagen, Themenfelder und Probleme des Wissensmanagements gegeben. Anschließend hat er über seine Erfahrungen aus der Beraterpraxis berichtet. Für mich war besonders spannend zu hören, welche Maßnahmen und Methoden es jenseits von IKT gibt um den Wissenstransfer in Organisationen zu fördern.
In der einschlägigen Literatur wird beklagt, das Wissensmanagement fälschlicherweise mit Informationsmanagement gleichgesetzt werde. Stattdessen müsse man die drei Säulen Mitarbeiter, Organisation und Technologie im Blick haben um organisationales Lernen zu fördern. Das klingt einleuchtend. Damit Daten u. Informationen zu Wissen werden können und vice versa Bedarf es nämlich Vorraussetzungen, die im Bereich von Organisationsstruktur und Organisationskultur liegen. Deshalb fand ich spannend zu hören wie man in Form von Workshops, Trainings und Coaching von Mitarbeitern die Bereiche Organisation und Kultur entwickeln kann.
Im Anschluss haben wir uns der Technologie gewidmet:
Florian hat gezeigt, wie er als Wissensarbeiter Social Software nutzt. Zum einen für sein persönliches Wissensmanagement. Zum anderen im Team innerhalb des Unternehmens für das er arbeitet.
Zwei Werkzeuge für Wissensmanagement 2.0 wurden näher vorgestellt:
Google-Wave finde ich vom Ansatz her sehr interessant. Es setzt beim Anwender jedoch schon hohe technische Kompetenz voraus. Für den Einsatz in einem Unternehmen mit Mitarbeitern, die technisch nicht so versiert sind ist das Tool aus meiner Sicht noch nicht geeignet. Das Tool selbst zu nutzen kann ich mir schon vorstellen. Deshalb werde ich mir Wave noch einmal genauer ansehen.
Tiddly Wiki ist ein Wiki-System, das ohne Webspace, Installation und Datenbank auskommt. Es besteht nur aus einer einzigen HTML-Datei und kann auf jedem Rechner auch offline genutzt werden. Die Bedienung ist denkbar einfach. Ich bin gerade dabei Tiddly-Wiki zu testen. Wirklich klasse, z.B. in Verbindung mit Dropbox.
Weil es an der Stelle ganz gut gepasst hat, habe ich mich spontan entschlossen ein weiteres Tool vorzustellen. Im Projekt LERNET 2.0 haben wir unsere Projektkommunikation mit einem internen Mikroblog abgewickelt. Mit Hilfe des Systems wurden Informationen gespeichert, Stausupdates gegeben und wie haben gemeinsam nach Problemlösungen gesucht. Das Blog hat die Kommunikation via E-Mail schließlich vollständig ersetzt. Als Ergebnis liegt uns nun eine projektbezogene Dokumentation/Wissensbasis vor. Näheres zu dem Tool findet man im LERNET 2.0 Praxisleitfaden (Kapitel 3.3).
Der openeday hat mir gut gefallen. Ich habe interessante Menschen kennen gelernt und gute Gespräche geführt. Die Räumlichkeiten waren gut und es war an alles wichtige (W-LAN, Strom, usw.) gedacht. Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam, die mit viel Einsatz auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt haben.
Hier ein paar Impressionen vom openeday:
Meine Literaturempfehlung zum Thema Wissensmanagement:
In der Unternehmenskommunikation kann man Social Media zu verschiedenen Zwecken einsetzen. Z.B. um Marketing und PR-Ziele zu erreichen oder um Service und Produkte zu verbessern. Unter dem Stichwort Enterprise 2.0 wird diskutiert welchen weiteren Nutzen das Social Web für Unternehmen stiften kann.
Social Media für die interne Kommunikation und Wissensmanagement?
Unternehmen können das Social Web für das Lern- und Wissensmanagement nutzen, indem sie sich innen und nach außen vernetzen. Denn mit dem richtigen Einsatz von Social Software und Social Media lässt sich der Wissenstransfer im- und zwischen Unternehmenn fördern. Enterprise 2.0 ist dann ein konkreter Schritt hin zur lernenden Organisation. Einige Unternehmen haben dies bereits erkannt und fördern ein Wissensmanagement 2.0.
Web 2.0 in KMU?
Vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind die Vorzüge von Blogs, Wikis, Twitter & Co. noch unbekannt. Und bevor man ernsthaft über einen Einsatz nachdenkt, muss sich ein klarer Nutzen abzeichnen.
Wie können KMU von Social Media profitieren?
Welchen Nutzen Social Software im Unternehmen bringen kann, darum ging es in dem letzten größeren Projekt in dem ich gearbeitet habe. Ein Ziel des Projekts LERNET 2.0 war es, KMU anhand von konkreten Beispielen zu zeigen, wie sie Web 2.0 für das Lern- und Wissensmanagement im Unternehmen einsetzen können. Zu diesem Zweck haben wir über zwei Jahre verschiedene Tools eruiert, erprobt und auch selbst produktiv eingesetzt. Unsere Erfahrungen und Ergebnisse liegen nun in Form dieses Praxisleitfadens vor:
Social Media in der B2B Kommunikation: Studierende der FH-Darmstadt haben die Ergebnisse einer empirischen Studievorgestellt und aus den Ergebnissen 10 Fragen und Tipps für Unternehmen abgeleitet.
Social Media Balanced Scorecard (SMBC): Roland Fiege hat sich Gedanken darüber gemacht, wie eine Balanced Scorecard für Social Media aussehen könnte. Er hat aus strategischen Unternehmenszielen Maßnahmen und messbare Kennzahlen abgeleitet. Ein guter Beitrag. Absolut lesenswert.
Wie ein neues Linkverhalten die Blogosphäre beleben könnte fragt sich Martin Weigert. Er kommt zu dem Ergebnis, das der deutschen Blogosphäre mehr Dynamik verliehen werden könne, indem jeder Blogger “mindestens einmal pro Woche zu einem bisher unbekannten, z.B. über eine Suchmaschine gefundenen Blog” verlinkt. Denn die deutsche Blogosphäre zeichne sich dadurch aus, das sie aus wenigen sehr stark verlinkten Blogs bestehe. Das ist eine gute Idee. Da mache ich mit.
Facebook Fanpages sind schnell erstellt. Aber was tun wenn die Facebook Fanpage leer bleibt? Matias Roskos gibt 10 Tipps um der Seite Leben einzuhauschen.
Twitter startet “Places”, ein ortsbasiertes Feature. Nun kann man auch nach Personen suchen, die sich an einem betsimmeten Ort aufhalten.
Nach langem warten ist gestern WordPress 3.0 erschienen. In die Blogsoftware ist neben einer Fotogallerie nun auch standardmäßig ein Menü-Modul integriert. Mit dem Release sind WordPress und WordPress-MU integriert worden. So kann man jetzt mit nur einer Installation ein ganzes Blog-Netzwerk verwalten.
Und das Beste: Die Version ist nach dem Jazz-Pianisten Thelonius Monk benannt – sehr sympathisch
Die Neuerungen in WordPress 3.0:
Ich werde in den nächsten Tagen das Update durchführen.
Mit dem Social Web haben sich offene Veranstaltungsformate entwickelt, in denen sich einige Grundprinzipien des Web 2.0 wiederfinden:
Ein Barcamp dient dem selbstorganisierten Austausch, so dass die Teilnehmer voneinander lernen können (sharing). Im Gegensatz zu Konferenzen wird das Programm nicht vom Veranstalter vorgegeben, sondern es wird von den Teilnehmern ausgehandelt. Jeder darf Vorträge halten, sofern Interesse am Thema besteht (User generated Content). Die Grenze zwischen Teilnehmern und Referenten verschwimmt (Prosumer). Die Teilnehmer tauschen sich in lockerer Atmosphäre aus (Interaktion).
Ich werde demnächst folgende Veranstaltungen besuchen:
Vom 19.-20.06.2010 findet in Essen das Videocamp zum zweiten mal im Essener Unperfekthaus statt. Anmelden kann man sich hier. Die Anmeldelisten sind zwar schon voll, wer Interesse hat sollte sich aber dennoch in die Liste eintragen. Denn Erfahrungsgemäß werden auch kurzfristig noch Plätze frei.
Videocamp bei Twitter, Facebook und mixxt.
Beim stARTcamp am 3. Juli geht es um die Frage wie man Social Media im Kunst und Kulturbereich einsetzen kann. Auch das stARTcamp findet im Essener Unperfekthaus statt. Anmelden kann man sich hier. Es sind noch Plätze frei.
stARTcamp bei Slideshare, Flickr und amiando.
Der open eday findet am 9.Juli. und 10.Juli. am Duisburger Learning Lab statt. Der openeday ist ein Themencamp zum Themenbereich eLearning. Organisiert wird die Veranstaltung vom Duisburger Learning Lab, das an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt ist. Über die Themenblöcke kann man im Vorfeld abstimmen. Interessant finde ich Wissensmanagement, Web 2.0 und Lernen, sowie kollaboratives Lernen und Arbeiten. Anmelden kann man sich hier.
Open eday bei Twitter, Facebook und mixxt.
Ich freue mich auf spannende und inspirierende Tage, interessante Menschen und gute Gespräche.
Welche Veranstaltungen wollt Ihr demnächst besuchen? Welche könnt Ihr empfehlen?
Enterprise 2.0: Herausforderung für Organisationen und Nachholbedarf im Bereich Social Media
Der Artikel “Unternehmensentwicklung in Richtung Enterprise 2.0” gibt einen guten Überblick über die Herausforderungen des organisationalen Wandels zu einem nach innen und außen vernetzten Unternehmen. Und wie weit sind Unternehmen?
Im Centrestage Blog findet man ausgewählte Ergebnisse der Studie “Enterprise 2.0 – Zehn Einblicke in den Stand der Einführung“. Im Hinblick auf eine Social Media Strategie sehen die Autoren Nachholbedarf bei den Themen Datenschutz, Qualitätsmanagement und Arbeitsrecht. –> Social Media im Enterprise 2.0
Guter Tipp für Facebook-Fanpages von Unternehmen:
Facebook-Fanpages sind standardmäßig mit dem Profil des Erstellers verknüpft. Das kann für Unternehmen die eine Fanpage betreiben ungünstig sein. Denn Mitarbeiter können das Unternehmen verlassen und Zuständigkeiten sich ändern. Wie man eine Facebook-Fanpage erstellt, die nicht mit einem Personen-Profil verknüpft ist erfährt man hier.
Gute Gründe für Social Media Monitoring:
Im Social Media Monitoring-Blog sind 20 gute Gründe aufgelistet zu welchem Zweck Unternehmen ein systematisches Social Media-Monitoring betreiben sollten.
Besser bloggen:
In dem Artikel “Modern Blogging” fasst Robert Basics seine gleichnamige Session vom Barcamp Bodensee zusammen. In dem Artikel stellt er einige Ideen vor, um das Bloggen bewusster und systematischer anzugehen.
Journalismus als vierte Gewalt?
Im TAZ-Blog zieht Sebastian Heiser eine persönliche Bilanz. Der Journalist fragt sich inwieweit er im Jahr 2009 die Funktion einer vierten Gewalt im Staate ausüben konnte. Von Kontrollfunktion könne keine Rede sein, bestenfalls komme er seiner Chronistenpflicht nach, heißt es. Interessant finde ich die Gründe die er aufführt, sie sind struktureller Natur.
Was wurde aus Star Wars Kid?
Wer erinnert sich noch an den übergewichtigen Jungen der ungewollt zum YouTube Star wurde? Was aus “Star Wars Kid” wurde kann man bei Mashable nachlesen.
Häufig schon habe ich die tollen Comic-Avatare bewundert, mit denen manche meiner Social Media-Bekannten ihre Profile schmücken. So wie z.B. Klaus-Dieter Knoll aus Berlin in seinem Twitter-Profil.
Auf die Frage hin, wie man an ein solches Bild erstellt hat er mir kurzerhand angeboten eines für mich anzufertigen. Das ist wirklich toll! Denn er hat sich die Mühe gemacht und in mühsamer Handarbeit ein Foto von mir vektorisiert:
Und das wundert mich nicht, denn Klaus-Dieter kann auf langjährige Erfahrung als Designer und Gestalter zurückblicken. Seit 2005 rückt er als Freiberufler mit Kadekmedien.de seine Kunden ins rechte Licht. Dazu entwickelt er die passenden Logos, Printmaterialien und Webdesigns. Sein Expertenwissen im Bereich Social Media Marketing rundet das Portfolio ab. Sein lesenswertes Blog erreicht man unter Kadekmedien.com.
Ich freue ich mich über mein neues Avatar und danke Dir ganz herzlich Klaus-Dieter!