
Letzte Woche war ich beim Monitoringcamp in Hamburg, dem ersten Themencamp in Deutschland, bei dem es um Social Media Monitoring u. Erfolgsmessung ging. Zwei Tage lang hatten wir Gelegenheit uns auszutauschen. Wie bei einem Barcamp üblich, gab es kein zuvor festgelegtes Programm, sondern die einzelnen Sessions wurden am Tag der Veranstaltung festgelegt.

Den größten Redebedarf gab es anscheinend zu den Themen Technik(en) / Tools (Wie können wir messen?) und Kennzahlen (Was wollen wir messen?).
Beide Themen zogen sich wie ein roter Faden durch die Sessionplanung:

CC-BY: Malte Klauck
Wer Social Media-Kommunikation in ein Unternehmen integrieren möchte, muss Maßnahmen evaluieren und den Erfolg darstellen. Social Media Monitoring liefert die dazu nötigen Werkzeuge:
1. Was wollen wir messen?
1.1 Abteilungs-KPIs für Social Media
Welche Abteilungen können von Social Media profitieren, und welche Kennzahlen (KPI) sind jeweils geeignet? Diese Fragen wurden in der Session diskutiert,
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Auf dem Monitoringcamp in Hamburg haben die geschätzte Christine Heller (aka @punktefrau) und ich die Session “Kostenlose Social Media Monitoring-Tools” angeboten. In der Session haben wir ausgewählte Tools vorgestellt, die für den Einstieg ins Monitoring geeignet sind. So kannst Du herausfinden, was Dir beim Monitoring wichtig ist und welche Anforderung Du an Monitoring und Analyse hast.
Hier die Folien zur Session:
In Christines Blog findet Ihr zusätzlich die Flipcharts zur Session
Weitere Slides & Session-Material auf der Website des Monitoringcamps
Update: In der Session hat Kersten Riechers einen Workaround verraten, mit dem man Änderungen auf Wikipedia-Diskussionsseiten als RSS-Feed einlesen kann.
In Köln fand die 5. Social Media Anwenderkonferenz statt. Organisiert wird die jährlich stattfindende Veranstaltung von Prof. Fank (FH Köln) und dem Monitoring-Dienstleister Infospeed.
Im Hörsaal der Fachhochschule Köln haben etwa 250 Teilnehmer die “Schulbank gedrückt” und lauschten den interessanten Praxisberichten ausgewählter Unternehmen.

Marcel Christiansen schilderte wie man bei 3M mit Hilfe von Web-Monitoring Stärken und Schwächen der eigenen Produkte identifiziert und diese Erkenntnisse für Produktentwicklung und Kommunikation nutzt.
Das Social Media-Team bei 3M besteht aus 20 Personen. Grundsätzlich dürfen sich aber alle Mitarbeiter zu Unternehmensthemen äußern, sofern sie
a) ihre Äußerungen als Privatmeinung kenntlich machen und sich
b) an die Social Media Guidelines von 3M halten.
Mitarbeiter werden bei 3M systematisch geschult. So durchlaufen z.B. alle Azubis und Trainees eine Social Media-Schulung. weiterlesen »

Wie kann man den Einfluss von Online-Profilen abschätzen? Dieses Problem versucht das Unternehmen Klout zu lösen. Der Dienst versucht den Einfluss von Online-Profilen zu messen und ihn in einer Kennzahl, dem Klout-Score, auszudrücken. Nach welchen Regeln der Klout-Score berechnet wird ist unbekannt.
Hat sich Euer Klout-Score in letzter Zeit sprungartig verringert?
Hier erfahrt Ihr, was der Grund dafür sein kann:
Vor kurzem hat Klout ein großes Update durchgeführt um den Wert in Zukunft genauer berechnen zu können. Der Klout-Score einiger Nutzer ist dabei in den Keller gegangen. So auch meiner. Gerade bekam ich eine Mail von Klout, in der es um genau diese Problematik geht.
Dort heißt es:
“We only allow users to connect one type of Facebook account to their Klout account: either their personal profile or a Facebook page they manage. You’re one of our users who chose to associate a Facebook page with your Klout account.”
Daten der Facebook-Pages werden jetzt also nicht mehr zur Berechnung des Scores herangezogen. (Ergänzung: Die Einbeziehung von Facebook-Fanpages zur Berechnung des Scores ist laut Klout für September geplant.) weiterlesen »
Wie weit sind deutsche Organisationen bei der Adaption von Social Media-Kommunikation?
Dieser Frage geht die Studie zu Social Media Governance nach. Die jährlich durchgeführte Studie ist Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts der Universität Leipzig, des Magazins Pressesprecher (Berlin) und der PR-Agentur Fink & Fuchs Public Relations AG (Wiesbaden).
Im letzten Jahr hat mir Stephan Fink (Fink & Fuchs PR AG) ein paar Fragen zur Studie beantwortet (Social Media Governance: Wie weit sind deutsche Unternehmen). Nun ist die 3. Auflage der Studie (Social Media Delphi 2012) erschienen:
Zentrale Erkenntnisse des Social Media Delphi:
Bei 55% der befrgaten Unternehmen gibt es einen fortgeschrittenen Social Media-Ordnungsrahmen. Social Media scheinen beim Management angekommen zu sein, denn es werden deutlich mehr Budgets bereitgestellt und es wird organisierter damit umgegangen.
Veränderung gegenüber dem Vorjahr:
- Bereitstellung eines Budgets +22%
- Commitment des Top-Managements +21%
- Strategiepapier zum zielgerichteten Vorgehen +10%
Nachholbedarf bei Social Media-Weiterbildung:
Bei Seminaren und Trainings gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von nur 6% zu verzeichnen.
Investiert wird vor allem in Content-Produktion, sowie Konzeption u. Strategie. Die Investitionen in Aus- u. Weiterbildung bilden das Schlusslicht.
Social Media Seminare u. Workshops sind bei 60% der Befragten Organisationen nicht vorhanden.
Dabei ist die Weiterbildung der Mitarbeiter ein erfolgskritischer Faktor bei der Adaption von Social Media im Unternehmen. Social Media-Kenntnis wirkt sich positiv auf die Akzeptanz, zielführende Entscheidungen und Effizienz im Operativen aus. Das ist meine Erfahrung. weiterlesen »