Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

08 Jun, 2011

CMS für Facebook – Interview mit Andreas Pfau

Posted by: Tim Krischak In: Facebook

Vor einiger Zeit hat Facebook eine Reihe technischer Änderungen an der Software vorgenommen. Die Erstellung einzelner Seiten für Fanpages ist dadurch etwas aufwändiger als vorher geworden. Die Seiten müssen nun auf einem Webspace liegen und können dann via iFrame eingebunden werden.

Auf der einen Seite vergrößert sich dadurch der Gestaltungsspielraum, da nun auch CSS genutzt werden kann. Auf der anderen Seite wird die Erstellung einzelner Seiten so zu einem kleinen Website-Projekt, dass mehr technische Kompetenz als vorher vorraussetzt.

Diese Lücke nutzen einige Anbieter und stellen Facebook-Anwendungen zur Verfügung, die an CMS-Systeme für Websites erinnern. Um Seiten zu erstellen und zu gestalten muss man dann nicht mehr zwingend HTML und CSS sprechen, sondern kann das Ganze einfach via WYSIWG-Editor pflegen.

Ich habe die Willkommensseite meiner Facebook-Page z.B. mit Pagemodo erstellt. Eine weitere Lösung, mit der das möglich ist heißt Content Manager für Facebook (CMF) und stammt aus Leipzig.

Ich habe Andreas Pfau, einen der Entwickler, zum CMF interviewt.

Hallo Andreas, bitte stell Dich den Lesern kurz vor.

Andreas Pfau: Hallo, ich bin Andreas Pfau, Gründer und CTO bei Werbeboten Media, einer Social Media Agentur mit Fokus auf Community Management und Facebook Marketing. Über unsere Plattform werbeboten.de organisieren wir Botschafterkampagnen für Unternehmen über das Social Web.

Darüber hinaus konzentrieren wir uns stark auf Facebook und seiner API, um darüber individuelle Apps zu entwickeln und nützliche Lösungen für Unternehmen anzubieten.

Aktuell arbeiten wir sehr intensiv an einem Content Management System für Facebook (kurz: CMF), um das Marketing und das Community Building für Unternehmen einfacher zu gestalten.

Ein CMS für Facebook – Wozu braucht man so etwas?

Andreas: Seit kurzem kann man auf Facebook Fanseiten keine eigenen Unterseiten sog. Static-FBML-Tabs mehr erstellen bzw. individuelle Inhalte wie Aktionen etc. integrieren. An diesem Punkt haben wir angesetzt und wollten eine nutzerfreundliche Lösung anbieten, die es jedem User erlaubt, neue Tabs zu erstellen und Inhalte einzupflegen. Dabei funktioniert der CMF wie ein gewöhnliches Content Management System. Über ein Backend können ganz einfach Tabs für Facebook Fanseiten, z.B. eine Willkommen Seite, einen Shop oder auch ein Twitter Modul eingebunden werden und das alles schnell und ohne Programmierkenntnisse.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Andreas: Unser Anliegen ist es Unternehmen die Vermarktung auf Facebook zu vereinfachen. Auf Facebook hatten bis vor wenigen Wochen Fanseitenbetreiber die Möglichkeit, individuelle Inhalte und Tabs für ihre Fanpages zu erstellen. Dies lief mittels Facebooks eigener Sprache FBML ab und war sehr leicht. Seit dem 20. März 2011 ist diese Möglichkeit verschwunden. Zwar bleiben die FBML Tabs bestehen und vereinzelt kann man diese auch noch bearbeiten, in naher Zukunft werden sie jedoch wahrscheinlich ganz verschwinden.

Seither ist es möglich, Inhalte durch iFrame Apps auf Fanseiten einzubinden. Ohne einen Developer Account bei Facebook und den notwendigen Fachkenntnisse ist die Individualisierung einer Fanseite jedoch sehr schwierig.

Was kann das System? Wie erleichtert es die tägliche Arbeit eines Social Media Managers?

Andreas: Unternehmen wollen ständig neue Inhalte auf Facebook einbinden, Aktionen durchführen und für Buzz sorgen – genau wie auf einer Webseite, einem Blog oder offline. Mit unserem CMF geht das einfacher. Nicht nur die Pinnwand steht als Kommunikationsinstrument zur Verfügung, mit individuellen Tabs welche ständig in wenigen Schritten getauscht werden können, kann ein Social Media Manager z. B. schnell auf aktuelle Verkaufsaktionen hinweisen. Er bindet einfach eine Grafik auf der Fanseite ein, verlinkt diese und integriert eine Kommentarbox oder auch einen „Gefällt mir“ Button.

Auch eine Willkommen-Seite kann man mit dem CMF erstellen, verrate uns mehr.

Andreas: Auch auf Facebook ist es wichtig seine Fans gebührend zu empfangen. Dazu gehört auch eine Willkommen Seite, damit jeder Neuankömmling und damit potentielle Kunde auch sofort weis, was ihm dieses Unternehmen bietet und warum er Fan werden sollte. Solche eine Willkommen-Seite kann man mit dem CMF mit einem sog. Fan-Gate verbinden. Dadurch bekommen Besucher, die noch nicht Fans sind, einen anderen Inhalt zu sehen als solche die bereits Fans sind. Sie können also zwei verschiedene Seiten erstellen und konfigurieren, deren Inhalt sich ändert sobald der Besucher „Gefällt mir“ geklickt hat.

Gerade in Verbindung mit Facebook Ads ist es wichtig die Grundregeln erfolgreicher Kampagnen auf Facebook zu beachten. Eine Willkommen-Seite gehört unbedingt dazu.

Für wen ist das System interessant und was kostet die Nutzung?

Andreas: Wie gesagt ist dieses Tool besonders für Unternehmen interessant. Aber auch für Vereine, Organisationen, Gruppen oder Privatpersonen mit eine Facebook Fanseite ist das CMF eine tolle Unterstützung. Wir bieten immer ein kostenfreies Packet an, mit dem man sich bis zu fünf Tabs (Reiter) erstellen kann. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Pakete ab 6,90 EUR im Monat an. 


Welche Schritte sind für die Zukunft geplant?

Andreas: Wir gehen mit schnellen Schritten voran. Sehr bald erweitern wir das CMF um Gewinnspiele und ein Monitoring Tool. Darauf freuen wir uns besonders, da eine gezielte Analyse des Nutzerverhaltens für Unternehmen immer wichtiger wird. Es lohnt sich also unsere Fanseite auf Facebook zu besuchen.

Danke für das Interview , Andreas.

Wer das System einmal testen möchte, der hat jetzt Gelegenheit dazu. Die Werbeboten stellen Lesern von Kommunikation-zweinull drei Monate einen kostenlosen Zugang zur Verfügung. Hinterlasst einfach einen sinnvollen Kommentar oder stellt kurz Eure Facebook-Page vor. Die Aktion endet am Donnerstag-Abend 9.7.2011. Das Los entscheidet.

Zu gewinnen gibt es:
1x Basic I
1x Basic II
1x Basic V

8 Responses zu "CMS für Facebook – Interview mit Andreas Pfau"

1 | Chris Beyeler 

Juni 8th, 2011 at 06:30

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Als Social Media Berater in einer Schweizer Agentur sind wir immer auf der Suche nach solchen Lösungen. Gerne würde ich das Angebot austesten.

2 | Stefanie Leo

Juni 8th, 2011 at 06:45

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Ich betreue gleich mehrere Seiten rund ums Kinderbuch bei Facebook und berate Buchhandlungen bei den ersten Schritten im SocialWeb. Gerne möchte ich das System einmal testen.

3 | Maximilian H. Nierhoff

Juni 8th, 2011 at 07:47

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Ich würde es gerne auch mal testen! :)

4 | Anja WindmüllerNo Gravatar

Juni 8th, 2011 at 07:52

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wir sind gerade dabei, für das zimmere-ausbildungszentrum-biberach eine FB seite zu erdenken – fuer uns als neulinge waere ein test der software klasse!

5 | ChristianNo Gravatar

Juni 8th, 2011 at 08:37

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Oh, dann könnte ich mir auch endlich mal eine schöne Startseite für meine Blog-Repräsentanz bei Facebook zulegen. Würde ich gerne mal ausprobieren. Auch um zu schauen, ob damit vielleicht sogar die Seiten-Gestaltung für unsere LiveCom-Agentur sinnvoll wäre.

6 | Wenke RichterNo Gravatar

Juni 8th, 2011 at 09:15

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Die Entwicklung eines Facebook-CMS ist eine tolle Geschäftsidee, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Gerne würde ich das CMS für meine Facebook-Seite Digiwis testen und dann in meinem Blog berichten.

7 | Thilo-kasperNo Gravatar

Juni 28th, 2011 at 10:42

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Finde ich ebenfalls ein sehr spannendes Projekt! Würde ich gerne testen.

8 | Andreas PlassmannNo Gravatar

Juli 1st, 2011 at 15:33

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Also das was ich dort Gelesen habe finde ich auch toll will die ganze Bandbreite gerne auch mal Testen.
besonders wenn man es wirklich selbst erarbeiten kann zwischen durch .da man selber nicht der große Programmierer ist . Also finde ich das selbst auch sehr Interessant

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Kontakt:
Tel. 0201-536 921 47

E-Mail: tim@krischak.net



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  • Thomas: Für die grafische Benutzerüberfläche gibt es ferret (http://www.ferret-go.com/). Hier werden Ergebnisse dauerhaft gespeichert. Es arbeitet mit Sent
  • Tim Krischak: Danke für den Tipp. Das scheint lediglich ein weiterer Alert-Service zu sein. Da fehlen mir zum glücklich sein die Speicherung der Ergebnisse, eine