Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

07 Nov, 2010

Enterprise 2.0: Die Organisation vom Kopf auf die Füße stellen

Posted by: Tim Krischak In: Best Practice|Enterprise 2.0|Wissensmanagement

Wissen ist mit dem Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft zu einer wichtigen Ressource der Wertschöpfung geworden. Das besondere an diesem Produktionsfaktor:

Wissen ist ein Rohstoff, der sich vermehrt wenn man ihn teilt.

Mit dem Web 2.0 sind im Netz neue soziale Nutzungsmuster entstanden. Menschen teilen dort Informationen und Wissen. Die einen nennen es Gratiskultur, die anderen sehen darin die Rückkehr einer Wissensallmende.

Mit Social Software zum vernetzten Unternehmen
Einige Unternehmen möchten diesen Schwung gerne nutzen um Prozesse im Unternehmen zu verändern und das Wissen im Unternehmen besser zu nutzen. Social Software kann dabei helfen. Nun ist es aber noch nicht damit getan den Mitarbeitern die richtigen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Denn ein Firmenwiki ist ein anderer sozialer Raum als die Wikipedia und was im Social Web funktioniert muss noch lange nicht im Unternehmen funktionieren.

A fool with a tool is still a fool.

Das dies aber nicht unmöglich ist kann man am Beispiel der Synaxon AG sehen. Dort hat man konsequent den Wiki-Way auf das Unternehmen übertragen:

Wenn ich von Synaxon höre, bin ich immer wieder beeindruckt wie konsequent man Enterprise 2.0 dort umsetzt und ich frage mich, wie man es schafft eine Organisation vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Kontrolle abzugeben ist für das Management sicher eine schwere Übung und die Veränderung von Verhaltensmustern und Glaubenssätzen funktioniert nicht von heute auf morgen. Aber wahrscheinlich braucht es, wie bei Synaxon, eine existentielle Krise um den Wandel in Bewegung zu setzen.

Kennt jemand ähnliche Beispiele?

5 Responses zu "Enterprise 2.0: Die Organisation vom Kopf auf die Füße stellen"

1 | Alexander RauschNo Gravatar

November 7th, 2010 at 20:56

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Ich bin gerade mittendrin – am Anfang =) Leider kann ich noch keine große Geschichte erzählen, aber eine kleine http://blog.mindlounge.de/?p=1942
Das mit dem SocialMedia hat erst angefangen: Seit dieser Woche gibt es ein Intranet2.0 – Ein Beispiel aus der Praxis, wie durch „culture change“ SocialMedia die logische Konsequenz wurde…

2 | No Gravatar

November 8th, 2010 at 07:46

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Ein interessanter Einblick Alexander. Auch in Deinem Beispiel war der Ausgangspunkt eine Krise. Ihr habt Euch entschieden dem Dialogischen in der Organisation mehr Gewicht zu geben und Social Media war eine Konsequenz. Ich stelle mir die Frage, ob andersherum das Social Web die Idee des Dialogs (als Haltung, als Wert) in die Organisation trägt. Ich Kann mir nämlich vorstellen dass man diese Haltung im Social Web lernen kann. Die Erfahrung macht dann möglicherweise etwas mit dem Menschen, wie auch mit F. Roebers.

3 | Alexander RauschNo Gravatar

November 8th, 2010 at 15:36

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Die Haltung im SocialWeb lernen?
Das ist ganz meine Herangehensweise in versch. Kontexten. Wir schreiben ja noch Folgebeiträge („culture change“), um den ganzen Prozess zu beschreiben. Aber vorab schon soviel:
Die Mitarbeiterin und ich haben überlegt wie wir vorgehen wollen (Krise) – sie sprach von der dialogischen Kultur und meine Antwort war, “ Das ist das, was ich im Web2.0 die ganze Zeit mache, das passt, lass uns damit starten!“

4 | Rückblick: was war in KW 44? | blog.42he.com

April 5th, 2011 at 10:56

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[…] Schluss noch ein Hinweis auf einen guten Beitrag zum Thema Organisation in Unternehmen – klasse Bericht eines Vertreters von Synaxon. Dort wurden IT-technisch nahezu alle […]

5 | Rückblick: was war in KW 44? | 42he Blog

April 6th, 2011 at 08:22

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[…] Schluss noch ein Hinweis auf einen guten Beitrag zum Thema Organisation in Unternehmen – klasse Bericht eines Vertreters von Synaxon. Dort wurden IT-technisch nahezu alle […]

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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