Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

24 Jan, 2011

Facebook: Wie funktioniert der EdgeRank-Algorhitmus?

Posted by: Tim Krischak In: Facebook

Hast Du Dich schon einmal gewundert, warum in Deinem Facebook-Newsfeed so wenige Meldungen zu sehen sind, obwohl Du so viele Fanpages abonniert hast?

Facebook filtert den Nachrichtenstrom um den Nutzer nicht zu überfordern. Deshalb ist nur ein Teil der Statusmeldungen für Dich sichtbar. Willst Du alle Nachrichten sehen, wählst Du statt „Hauptmeldungen“ „Neueste Meldungen“ aus:

Voreingestellt ist die gefilterte Variante und 95% der Nutzer lesen den gefilterten Feed. Um die „richtigen“ Nachrichten anzuzeigen versucht Facebook herauszufinden, welche Nachrichten der Nutzer wahrscheinlich sehen möchte und versucht über die Relevanz für den Nutzer zu entscheiden. Dazu hat Facebook einen Algorhitmus entwickelt.

Der Edgerank-Algorhitmus
Der sogenannte Edgerank Algorhitmus versucht zu entscheiden welche Nachrichten der Nutzer sehen möchte. Dazu werden verschiedene Parameter herangezogen. In diesem Video werden einige davon vorgestellt:


(gefunden bei Daniel Rehn)

Matthias Schwenk fragt in seinem Blog ob der EdgeRank in Zukunft so wichtig wie der Google Page Rank werden könne und ob sich in Zukunft einige Unternehmen um die Optimierung bemühen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere Social Media Manager sich entscheidet mehr Fotos und Videos zu posten und mehr Interaktivität provoziert um die Chance auf Sichtbarkeit zu erhöhen. Denn schließlich soll die Bezugsgruppe ja auch erreicht werden.

Interessant finde ich, dass der Edgerank ein lernendes System ist. Nutzer bekommen die Inhalte einer Seite zu sehen wenn sie Indizien liefern, dass sie an der Seite interessiert sind. Laut Video können das Dialoge oder Interaktionen sein, die in der Vergangenheit stattgefunden haben.

Es reicht also nicht die Statusupdates einer Fanpage zu abonnieren, wie einen Newsletter. Zusätzlich muss es laufend Hinweise auf ein Interesse an den Inhalten geben.

Damit ist der Facebook-Newsfeed trotz Elementen von Push und Pull-Kommunikation keiner der beiden Kommunikationsformen eindeutig zuzuordnen. Nicht Sender und Empfänger entscheiden über mögliche Kommunikation, sondern zusätzlich der Algorhitmus.

3 Responses zu "Facebook: Wie funktioniert der EdgeRank-Algorhitmus?"

1 | Alexander StockerNo Gravatar

Januar 24th, 2011 at 13:52

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Spannender Beitrag. Bin gespannt, was hier noch auf uns zukommt.

2 | Dag HolmboeNo Gravatar

Januar 24th, 2011 at 15:22

Avatar

Thanks for showing our Edgerank video.
If you have any questions, please let us at Klurig Analytics know.

Dag
President
Klurig Analytics.

3 | Änderungen für Facebook-Seiten | artundweise Blog

Februar 14th, 2011 at 13:10

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[…] ihrer Kontakte in der Timeline nur gefiltert wahrnehmen, eine kurze Beschreibung und Anleitung bei Kommunikation – zweinull, wie sich auf die Ansicht ohne EdgeRank-Algorhitmus umschalten […]

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Kontakt:
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E-Mail: tim@krischak.net



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