Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

15 Nov, 2011

Fake-Accounts auch bei Facebook möglich – Worin besteht ein Risiko?

Posted by: Tim Krischak In: Social Media-Cases

In dem letzten Artikel ging es um die Möglichkeit Fake-Accounts bei Twitter anlegen zu können, so wie es gerade bei @telekom_hilft der Fall war. Wenn man bei der Registrierung des Twitter-Nutzernamens statt eines kleinen „L“ ein großes „i“ verwendet wird, kann man einen Account registrieren. Dieser Account unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von dem offiziellen Account.

Der Lars Hahn hat in den Kommentaren zu meinem Beitrag eine wirklich interessante Frage gestellt:

Ich habe es ausprobiert: Bei Facebook geht es problemlos.

Die Facebook-Page zu diesem Blog heißt Kommunikation-zweinull und hat die Vanity-URL http://facebook.com/kommunikation.zweinull

Für den Versuch habe ich eine zweite Page erstellt und 15 Personen gefunden, die auf „gefällt mir“ geklickt haben, so dass ich eine Vanity-URL vergeben konnte. Als Vanity-URL habe ich die gleiche Adresse gewählt, jedoch statt zwei kleiner „L“ habe ich zwei große „i“ als letzte Buchstaben gewählt. Die Seite ist erreichbar unter http://facebook.com/kommunikation.zweinuII

Jetzt gibt es zwei Seiten, bei denen im Hinblick auf den Namen Verwechselungsgefahr besteht. Sie haben den gleichen Namen und die gleiche URL.

Bleibt nur noch das unterschiedliche Aussehen. Aber auch das ist kein Problem. Man kann die Fake-Seite ohne viel Aufwand genauso aussehen lassen wie das Original. Denn Profilbanner und Fotos lassen sich einfach vom Original herunterladen. Und selbst die letzten Statusmeldungen könnte man kopieren.

Was könnte man denn mit einer Fake-Seite anstellen?

Zum Beispiel könnte man „im Namen“ des betroffenen Unternehmens auf anderen Pages Kommentare hinterlassen. Denn nicht nur Nutzer, sondern auch Seiten können bei Facebook kommentieren. Angezeigt wird statt des Nutzernamens dann der Seitenname, der sich ja zunächst nicht vom Original unterscheidet.

Je nachdem wie vom dem „Brand-Hijacker“ kommuniziert wird, kann das zu Verwirrungen oder sogar zu Rufschädigung führen.

Also liebe Agenturen und Berater:
Sollte Euer Kunde L’s im Namen haben, dann sichert besser auch die andere(n) Vanity-URL(s) für ihn um möglichen Missbrauch zu vermeiden.

 

3 Responses zu "Fake-Accounts auch bei Facebook möglich – Worin besteht ein Risiko?"

1 | No Gravatar

November 16th, 2011 at 11:50

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Ich frage mich gerade, ob das zu einer Renaissance der Serifen-Schriften führen wird….

2 | Tim KrischakNo Gravatar

November 16th, 2011 at 12:51

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Das wäre ja schrecklich.

3 | Jan-Paul Laarmann

Dezember 5th, 2011 at 17:26

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@tim In Serifen eine Renaissance eben dieser ablehnen, jaja… ;-)

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Kontakt:
Tel. 0201-536 921 47

E-Mail: tim@krischak.net



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