Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

23 Mrz, 2011

Mit Facebook ist es wie mit Elvis: Elvis ist tot – der Rock’n Roll lebt

Posted by: Tim Krischak In: Facebook|Social Media|Social Media Trends

Es gibt kaum einen Tag, an dem man nicht mit fantastisch klingenden Nutzerzahlen zu Facebook konfrontiert wird. Facebook ist ein bemerkenswertes Phänomen und ein wahnsinniger Hype. Wie nachhaltig kann so ein Hype eigentlich sein? Dazu habe ich mir mal ein bis zwei Gedanken gemacht.

Facebook ist ein Star
Es ist der Shooting-Star unter den Social Networks. Das Netzwerk wird mittlerweile vom über 600.000.000 Menschen aktiv genutzt. Alleine in Deutschland sind es über 16.000.000 Nutzer. Demnach ist jeder 5. Deutsche dort aktiv.

Wenn schon die BILD-Zeitung auf der Startseite fragt wie man bei Facebook Freunde findet, ist dies ein eindeutiges Zeichen. Und zwar dafür, dass es sich bei Facebook nicht mehr nur um ein Rand-Phänomen handelt. Das Thema ist bei der breiten Bevölkerungsschicht angekommen. Die Medienberichterstattung erzeugt einen zusätzlichen Sog und macht das Netzwerk noch präsenter als es ohnehin schon ist.

Zusätzlich sind viele Marken und Medienunternehmen auf Facebook aktiv und weisen auch auf anderen Kanälen auf das zusätzliche Kommunikationsangebot hin. Dadaurch wird der Sog noch stärker.

Die Halbwertszeit von Stars
Letztens wurde ich gefragt, ob es sich bei Facebook nicht auch um einen Hype handele, der ähnlich dem Goldrausch Ende der neunziger Jahre mit dem Platzen einer großen Blase enden könnte. Schließlich habe Facebook gerade sehr viel Geld bekommen.

Das kann man nicht ausschließen. Ich kann mich noch gut an den Aufstieg und Fall von MySpace erinnern. Zwar hat Facebook weitaus größere Nutzerzahlen als MySpace je hatte, aber es wäre ja denkbar, dass es morgen ein Netzwerk geben wird, dass mit Features aufwartet, die für die Nutzer attraktiver sind. Das zwar ist im Moment nicht denkbar. Das Facebook aber in Zukunft einmal in den Schatten gestellt wird, kann man nicht ausschließen.

Was wird bleiben?
MySpace, Facebook & Co. ermöglichen vernetzte Kommunkation (many-to-many). Diese Form der digitalen Kommunikation zu nutzen und anzuwenden haben wir erst in diesem Jahrtausend gelernt und sind immer noch dabei zu lernen. Das gilt für Unternehmen und Behörden genauso wie für Privatpersonen. Die öffentliche Kommunikation 1-1 oder 1-n unterscheidet sich von der Massenkommunikation (one-to-many), auch wenn sie ihr an mancher Stelle ähnelt.

Und es dauert erfahrungsgemäß eine gewissse Zeit bis eine Gesellschaft eine neue Technik adaptiert hat, wir also alle Facetten der neuen Kommunikationsform ergründet haben. Ist diese Form der Kommunikation aber erst einmal erlernt, wird sie auch nicht mehr verschwinden. Ob sie bei Facebook oder in einem Social Network, dessen Namen wir noch nicht kennen stattfinden wird ist zweitrangig. Denn die Form der Kommunikation wird bleiben.

Mit Facebook wird es wie mit Elvis sein:
Elvis ist zwar schon lange tot, den Rock’n Roll gibt es aber immer noch.

Foto: Katymoon

 

 

2 Responses zu "Mit Facebook ist es wie mit Elvis: Elvis ist tot – der Rock’n Roll lebt"

1 | Kommunikation-zweinull.de - Tim Krischak via FacebookNo Gravatar

März 23rd, 2011 at 11:25

Avatar

Davon kann man ausgehen. Facebook hat derzeit eine so hohe Innovationsgeschwindigkeit, dass ich mir kaum vorstellen kann das sie aufgrund von Features überholt werden können.

2 | Nicole Haase

März 23rd, 2011 at 13:44

Avatar

Interessanter Vergleich, der erstaunlich gut passt. Der Mann hat tolle Sachen produziert, wäre mir aber höchstwahrscheinlich ziemlich unsympathisch gewesen.

Comment Form

Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

Mehr erfahren...

Kontakt:
Tel. 0201-536 921 47

E-Mail: tim@krischak.net



  • Stephan Mayer: Gerade Großkonzerne mit personell gut ausgestatteten Social Media Abteilungen und Agenturen interessieren sich immer mehr für einheitliche Social Me
  • Thomas: Für die grafische Benutzerüberfläche gibt es ferret (http://www.ferret-go.com/). Hier werden Ergebnisse dauerhaft gespeichert. Es arbeitet mit Sent
  • Tim Krischak: Danke für den Tipp. Das scheint lediglich ein weiterer Alert-Service zu sein. Da fehlen mir zum glücklich sein die Speicherung der Ergebnisse, eine