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30 Okt, 2011

Netnocamp 2 – Perspektiven der Social Media Research: Interview mit Klaus Janowitz

Posted by: Tim Krischak In: Social Media Monitoring|Veranstaltungen


Am 18.November wird in Köln das zweite Netnocamp stattfinden. Das Netnocamp ist ein Barcamp mit dem Themenschwerpunkt Social Media Research. Im letzten Jahr gab es dort spannende Vorträge, gute  Diskussionen und interessante Fallbeispiele zum Thema Social Media Monitoring und Analyse.

Ich habe dem Veranstalter Klaus Janowitz ein paar Fragen zum Netnocamp 2 gestellt:

 

Am 18.November findet in Köln das Netnocamp 2 statt. Worum geht es diesmal?

Mit dem Subtitel „Perspektiven der Social Media Research“ ist der Rahmen relativ breit gefasst: es geht um Forschung im Social Web. Dabei wollen wir uns weniger mit der Definition und Abgrenzung von Methoden befassen, als mit den praktischen Perspektiven.

Trotzdem die Frage: Was ist Netnographie und was unterscheidet sie von Social Media Monitoring?

Netnographie ist ein bereits seit den 90er Jahren entwickelter Forschungsansatz, der die in der ethnographischen Forschung entwickelten Methoden auf die Online-Umgebung überträgt. Social Media Monitoring bedeutet Beobachtung, in der Praxis ist es die meist automatisierte Datenerhebung im Social Web. Im Monitoring erhobene Daten sind eine Grundlage weiterer Analysen.

Methoden entwickeln und verändern sich auch mit dem Forschungsfeld – und nichts hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt, wie das Social Web.

Das “klassische” Konzept Netnography stützte sich auf relativ geschlossene Communities, die sich im Netz zu speziellen Themengebieten austauschen. Kennzeichnend für das heutige Internet sind aber sich vielfach überschneidende Vernetzungen, so genannte “Clusters of Affiliation”.

Wie können Unternehmen davon profitieren?

Der immer wieder vorgebrachte Nutzen des Social Media-Monitorings ist es, Kunden und anderen Stakeholdern, der öffentlichen Meinung zuzuhören. Das kann für Unternehmen nicht nur im Hinblick auf PR- und Krisenkommunikation interessant sein, sondern auch für die Produktentwicklung.

Spannend verspricht z.B. der Workshop „Beyond Listening – Social Media meets Open Innovation“ von Steffen Hück zu werden: Hier geht es um die effektive Nutzung des Social Web, die Öffnung des Innovationsprozesses, dabei geht es um Fragen, warum sich Unternehmen öffnen sollten (Chancen), was es zu vermeiden gilt (Risiken) und welche Herausforderungen Unternehmen meistern müssen (Barrieren).

Wer sollte am Netnocamp teilnehmen – und was „nimmt man davon mit“?

Das Netnocamp ist interessant für alle, die sich mit Forschung und Analysen im Social Web befassen: Markt- und Sozialforscher, Kommunikationsberater, Soziologen, Medienbeobachter – sowie alle, die vom Social Web und seinen Möglichkeiten begeistert sind. Weniger Bezug gibt es zur akademischen Forschung, die eher in ihren eigenen Zirkeln verbleibt.

Es wird eine ganze Menge Input geben – das Netnocamp ist aber auch ein Barcamp und das bedeutet, dass es v.a. eine „Un“konferenz ist, die vom Input aller Teilnehmer lebt: „No spectators, only participants“. Man kann viel „mitnehmen“ und voneinander lernen.

Und als ein ganz besonderes Angebot wird es einen – per Video zugeschalteten – Beitrag von Robert Kozinets (Toronto), dem Urheber der Methode Netnography geben.

Ansonsten bedeutet das Netnocamp einen spannenden Tag mit interessanten Leuten zu verbringen. Dank des Angebotes der Firma YouGov können wir auch auf einen Kostenbeitrag weitgehend verzichten, abgesehen von den aufgeteilten Kosten für das Catering.

Danke für das Interview Klaus!

Zeit: 18.11.2011, 9:00 – 18:00 Uhr (ab da gemütlicher Ausklang)
Ort: YouGov (ehemals Psychonomics AG), Berrenrather Str. 154-156, 50937 Köln
Unkostenbeitrag ca. 15 €


Klaus M. Janowitz, Soziologe mit Schwerpunkten in Online-Forschung befasst sich seit einigen Jahren u.a. mit Netnographie – und ist gemeinsam mit Wolfgang Drews (Trier) und Steffen Hück (Wiesbaden) Veranstalter des Netnocamp in Köln……mehr auf seiner Website unter www.klaus-janowitz.de.

 

 

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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