Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

16 Sep, 2010

Netnocamp: Web-Monitoring und qualitative Forschungsmethoden

Posted by: Tim Krischak In: Social Media Monitoring|Veranstaltungen

Wer kommunizieren will, der muss zuhören können. Er muss aber nicht nur hören können, sondern er muss das Gesagte auch verstehen.

Beim Netnocamp wird es morgen um Web-Monitoring und Netnografie gehen. Web Monitoring ist das systematische Beobachten von Kommunikation im Web. Durch ein automatisiertes Erheben der Daten kann man zu „zuhören“.  Netnographie ist ein qualitativer Forschungsansatz, der auf der Ethnographie basiert. Ethnografische Forschung zeichnet sich vor allem durch Feldforschung und Verstehen des Beobachteten aus.

Was finde ich daran spannend?
Web-Monitoring als Datenerhebungsmethode kann soziale Handlungen sichtbar machen und Unternehmen wertvolle Informationen und Erkenntnisse liefern. Aber mit der Erhebung der Daten allein ist es nicht getan. Um Erkenntnisse zu gewinnen müssen Daten analysiert und interpretiert werden. Dazu bringt Qualitative Forschung einen ganzen Koffer elaborierte Methoden mit. Ich bin gespannt was Netnografie im Hinblick auf Erhebungs- u. Analysemethoden zum Brand-Monitoring beisteuern kann und was sich mit einem vertretbarem Aufwand im Unternehmen umsetzen lässt. Ich denke da an Trend- u. Marktforschung.

Was haben Netnografie und Web-Monitoring gemeinsam?
Web-Monitoring und der qualitative Forschungsansatz haben eine Gemeinsamkeit. Man tritt seinem Untersuchungsgegenstand relativ offen gegenüber.

Quantitativ orientierte Forschung wie z.B. Befragungen zielen darauf ab eine These zu bestätigen oder zu widerlegen. Erst wird eine Hypothese entwickelt, dann werden Daten erhoben, die eine These verifizieren oder falsifizieren soll. Qualitative Forschung folgt einem Bottom-Up Ansatz. Zuerst werden Daten erhoben, aus denen dann Thesen entwickelt werden.

Mit diesem Vorgehen kann man eher neue und überraschende Erkenntnisse gewinnen. Die Ausgangssituation beim Web-Monitoring ist ganz ähnlich. Auch hier geht man relativ offen ins Feld. Web-Monitoring ermöglicht ein hypothesenfreies Suchen. Das lässt vieles offen. Denn eine Befragung schließt von vorne herein immer schon Antworten aus. So kann man zu Erkenntnissen zu denen einem nicht die richtigen Fragen eingefallen sind.

Spannend finde ich die Frage, was das für Unternehmen bedeuten kann.

Termin: Freitag, 17.9., 9.30 bis ca. 19 h
Ort: IHK Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln
Website: www.netnocamp.de

Wer kommt noch?

4 Responses zu "Netnocamp: Web-Monitoring und qualitative Forschungsmethoden"

1 | Tim Krischak

September 16th, 2010 at 14:02

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Ein paar Gedanken zu #Monitoring u. qualitativer Forschung – Anmerkungen willkommen http://bit.ly/9lQM66 #netnocamp

2 | Stefanie Aßmann

September 16th, 2010 at 16:29

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Schöner Artikel! Freu mich auf morgen! RT @t_krischak Gedanken zu #Monitoring u. qualitativer Forschung http://bit.ly/9lQM66 #netnocamp

3 | Klaus Janowitz

September 16th, 2010 at 16:46

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sehr schön fürs "Vorglühen" zum morgigen Netnocamp:
http://bit.ly/9lQM66 #netnocamp #iwcgn, danke

4 | Tim KrischakNo Gravatar

September 16th, 2010 at 19:57

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Danke! Hehe „Vorglühen“ ist gut. Freue mich auch schon auf morgen.

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Kontakt:
Tel. 0201-536 921 47

E-Mail: tim@krischak.net



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