Kommunikation – zweinull


Social Media Beratung & Training

08 Jun, 2010

Avatar im Comic Stil

Posted by: Tim Krischak In: in eigener Sache

Häufig schon habe ich die tollen Comic-Avatare bewundert, mit denen manche meiner Social Media-Bekannten ihre Profile schmücken. So wie z.B. Klaus-Dieter Knoll aus Berlin in seinem Twitter-Profil.

Auf die Frage hin, wie man an ein solches Bild erstellt hat er mir kurzerhand angeboten eines für mich anzufertigen. Das ist wirklich toll! Denn er hat sich die Mühe gemacht und in mühsamer Handarbeit ein Foto von mir vektorisiert:


Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Besonders gut gefallen mir die konzeptionellen Überlegungen der Darstellung. Klaus-Dieter schreibt “Vor dem Hintergrund komplexer, ineinander verschachtelter Informationen tritt der Portraitierte aus seinem Schatten”. So ist ein Charakteristikum meiner Tätigkeit als Social Media Berater als Kernbotschaft im Bild verdichtet.

Und das wundert mich nicht, denn Klaus-Dieter kann auf langjährige Erfahrung als Designer und Gestalter zurückblicken. Seit 2005 rückt er als Freiberufler mit Kadekmedien.de seine Kunden ins rechte Licht. Dazu entwickelt er die passenden Logos, Printmaterialien und Webdesigns. Sein Expertenwissen im Bereich Social Media Marketing rundet das Portfolio ab. Sein lesenswertes Blog erreicht man unter Kadekmedien.com.

Ich freue ich mich über mein neues Avatar und danke Dir ganz herzlich Klaus-Dieter!

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Wenn Unternehmen versuchen sich ein ökologisches Image zu geben, obwohl sie nicht ökologisch handeln wird dies auch als Greenwashing bezeichnet. Das man ökologisch verantwortungsvoll handelt und die Umwelt schützt wird dann zu einer Kernaussage der PR- und Werbemaßnahmen.

Zum Beispiel hat sich der BP Konzern im Jahr 2000 durch ein Re-Design des Corporate Designs um einen grünen grüneren Anstrich bemüht. Das Firmenlogo wurde durch ein Logo ersetzt, das an eine Sonne und Blume erinnert.

Das Logo sollte das neue ökologische Image des Konzerns symbolisieren. Neben anderen weiteren Maßnahmen wurde auch der Name des Konzerns geändert: Aus “British Petroleum” wurde “Beyond Petroleum” und so das Versprechen formuliert Öl als Energieträger hinter sich zu lassen und vermehrt in erneuerebare Energien zu investieren.

An dieser Stelle setzt die aktuelle Kampagne von Greenpeace UK an. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Denn durch das Öldesaster im Golf von Mexiko ist der BP-Konzern heftig in die Kritik geraten und hat schon einen erheblichen Image-Schaden erlitten.

Und Greenpeace legt nach: Strategisch geschickt und taktisch zum richtigen Zeitpunkt weißt man nun auf weitere umweltschädliche Aktivitäten des BP-Konzerns hin, nämlich auf den Abbau von ölhaltigem Tar-Sand in Kanada.

Damit ist die Botschaft klar formuliert: BP ist kein grüner Konzern, sondern setzt auf Profit zu Lasten der Umwelt.

Den Widerspruch zwischen grünem Image und öffentlich wahrgenommenen umweltschädlchem Verhalten kann sich Greenpeace zunutze machen um den Konzern zu attackieren.

Greenpeace UK fragt nun “What’s behind BP’s logo?” und ruft zum Re-Design Wettbewerb des BP-Logos auf. Es werden Vorlagen für die gängigen Grafikprogramme zur Verfügung gestellt. Die besten Logos werden für weitere Aktionen im Rahmen der Kampagne gegen BP eingesetzt.
Einige Arbeiten gibt es bereits hier zu sehen:

(via Visual Blog)

Wieder einmal spielen die Kommunikatoren von Greenpeace strategisch und stimmig auf der Klaviatur von Social Media. Dieses Lied handelt von einer Demaskierung.

Etwas unstimmig ist es aus meiner Sicht jedoch, dass viele Fotos von Greenpeace bei Flickr mit einem Copyright Hinweis eingestellt werden.

Mit einer CC-Lizenz würde man auch Bloggern die Verwendung des Bildmaterials ermöglichen. Das würde dazu beitragen die Fotos, und damit die Sicht von Greenpeace, viral im Web zu verbreiten. Auch die hervorragenden Greenpeace-Fotos des Deepwater Horizon Desasters können von Bloggern aufgrund der fehlenden CC-Lizenz nicht verwendet werden.

BP hingegen stellt sein Bildmaterial, und damit seinen Blick auf die Dinge, zur freien Verwendung zur Verfügung. Warum nicht auch Greenpeace?

Zum weiterlesen:
taz: Greenwash von BP – Klarsicht dank Ölteppich
Themenblog: BP sucht vergebens die Tankstelle zur Image-Politur
Design Bot: Redesign des BP Logo
Karsten Fuelhaas: BP- Das Web schlägt zurück
PR Blogger: Die Mundpropaganda und das Böse

Culture Jamming: Krieg der Zeichen
Umberto Eco: Für eine semiologische Guerilla (1967) in: Ders.: Über Gott und die Welt, Hanser 2004

(Foto cc by USCGD8)

11 Mai, 2010

Social Media Revolution (revisited)

Posted by: Tim Krischak In: Nutzungsdaten|Social Media

(von Erik Qualman gefunden bei Netzpiloten)

Auch die aktualisierte Version des Videos wartet mit beeindruckenden Zahlen zur Nutzung von Social Media auf.

Der Soundtrack zu dem Clip stammt übrigens von Fatboy Slim. Seine Plattenfirma hat das Video von YouTube entfernen lassen:

Mit dem Urheberrecht ist es halt so eine Sache.

Letzte Woche war ich beim Twittwoch im Essener Unperfekthaus. Twittwoch ist eine Veranstaltung zum Thema Twitter und Social Media, die deutschlandweit in verschiedenen Städten stattfinden. Die Veranstaltung steht jedem interessierten offen.
Bei einem Twittwoch werden in der Regel kurze Vorträge zum Thema Twitter oder Social Media gehalten. Anschließend gibt es eine Diskussionsrunde und Gelegenheit für Networking. Ein Twittwoch ist die Verlängerung der Twitter-Vernetzung ins Real Life und vice versa.

Twittermap: Oliver Heeger hat die neue Version seiner Twittermap vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Mashup aus Google Maps und Twitter. Tweets werden geografisch verortet und auf einer Karte dargestellt, so das man sieht von wo getwittert wurde. Man kann sich Twitter Nutzer aus einer Umgebung oder Tweets zu einem Thema anzeigen lassen. Die @replies werden durch eine Verbindungslinie dargestellt:

Für mich ein interessantes Tool. Unternehmen können mit Hilfe des Tools z.B. darstellen, wo auf der Welt gerade über ihre Marken getwittert wird oder wo ihr Produkt verwendet wird. Z.B. so wie bei der Social Media-Kampagne für Kleenex in Engalnd. Oliver bietet bald auch eine gebrandete Version für Unternehmen an.

Marc Hippler hat das Projekt NRW Verkehr vorgestellt. Unter @nrwverkehr werden Verkehrsmeldungen aus NRW gesammelt, so das man relativ schnell sehen kann, wo der nächste Stau ist (nichts wie hin). Initiert wurde das Projekt von @kscheib (derWesten).

Dann gab es noch eine offene Diskussionsrunde, die kurzfristig von Enno Schummers moderiert wurde. Inspiriert von Peter Kruses Vortrag auf der re:publica ging es um das Potenzial des Social Webs im Hinblick auf politische Veränderung. Ich fande die Diskussion interessant. Eine Einsicht war, das es mit dem Diskurs im Social Web allein nicht getan ist. Um politische etwas zu verändern ist mit einem vernetzten Diskurs allein nicht getan. Es werden zusätzlich Schnittstellen benötigt, die den vernetzten Diskurs zu dringlichen Themen in politisches Handeln transformieren. Die Online Petition ist z.B. ein solches Instrument.

Einen kurzen Videozusammenschnitt gibt es hier:

via enno

Der nächste Twittwoch findet am 30. Juni 2010 im Unperfekthaus statt. Mehr zum 6. Twittwoch im Blog von Stefan Evertz, dem ich für die Organisation danke. Ohne Hirnrinde wäre das sicher nicht möglich gewesen. ;-)

Im letzten Jahr hat ethority in Anlehnung an Brian Solis und Jesse Thomas ein Konversations-Prisma für das deutschsprachige Internet erstellt. Nun gibt es ein Update. Die aktualisierte Version gibt einen Überblick über die wichtigsten Social Media Kanäle in Deutschland.

Neu hinzugekommen sind die Sparten “Twitter-Ecosystem” und “Location Based Services.

Location based Services wie z.B. foursquare und gowalla verarbeiten den räumlichen Standort der Nutzer. Die GPS-Technologie bietet Potenzial für neue Dienste und Services auf mobilen Endgeräten. Ein Bereich, der mit zunehmender Verbreitung von GPS-fähigen Endgeräten in Zukunft relevanter werden wird. Es spricht einiges dafür, das in dieser neuen Sparte viele nützliche Dienste und Services folgen werden. Spannend finde ich die Frage, welche Rolle Twitter dabei spielen wird. Denn Twitter kann ja auch Geo-Informationen verarbeiten.

Zum weiterlesen:

Review des deutschen Foursquare-Klons friendticker von Martin Weigert



Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Trainer u. Berater für Online-Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Tel. 0201-536 921 47

E-Mail: tim@krischak.net