Vor einiger Zeit hat Facebook eine Reihe technischer Änderungen an der Software vorgenommen. Die Erstellung einzelner Seiten für Fanpages ist dadurch etwas aufwändiger als vorher geworden. Die Seiten müssen nun auf einem Webspace liegen und können dann via iFrame eingebunden werden.
Auf der einen Seite vergrößert sich dadurch der Gestaltungsspielraum, da nun auch CSS genutzt werden kann. Auf der anderen Seite wird die Erstellung einzelner Seiten so zu einem kleinen Website-Projekt, dass mehr technische Kompetenz als vorher vorraussetzt.
Diese Lücke nutzen einige Anbieter und stellen Facebook-Anwendungen zur Verfügung, die an CMS-Systeme für Websites erinnern. Um Seiten zu erstellen und zu gestalten muss man dann nicht mehr zwingend HTML und CSS sprechen, sondern kann das Ganze einfach via WYSIWG-Editor pflegen.
Ich habe die Willkommensseite meiner Facebook-Page z.B. mit Pagemodo erstellt. Eine weitere Lösung, mit der das möglich ist heißt Content Manager für Facebook (CMF) und stammt aus Leipzig.
Ich habe Andreas Pfau, einen der Entwickler, zum CMF interviewt.
Hallo Andreas, bitte stell Dich den Lesern kurz vor.
Andreas Pfau: Hallo, ich bin Andreas Pfau, Gründer und CTO bei Werbeboten Media, einer Social Media Agentur mit Fokus auf Community Management und Facebook Marketing. Über unsere Plattform werbeboten.de organisieren wir Botschafterkampagnen für Unternehmen über das Social Web.
Darüber hinaus konzentrieren wir uns stark auf Facebook und seiner API, um darüber individuelle Apps zu entwickeln und nützliche Lösungen für Unternehmen anzubieten.
Aktuell arbeiten wir sehr intensiv an einem Content Management System für Facebook (kurz: CMF), um das Marketing und das Community Building für Unternehmen einfacher zu gestalten.
Ein CMS für Facebook – Wozu braucht man so etwas?
Andreas: Seit kurzem kann man auf Facebook Fanseiten keine eigenen Unterseiten sog. Static-FBML-Tabs mehr erstellen bzw. individuelle Inhalte wie Aktionen etc. integrieren. An diesem Punkt haben wir angesetzt und wollten eine nutzerfreundliche Lösung anbieten, die es jedem User erlaubt, neue Tabs zu erstellen und Inhalte einzupflegen. Dabei funktioniert der CMF wie ein gewöhnliches Content Management System. Über ein Backend können ganz einfach Tabs für Facebook Fanseiten, z.B. eine Willkommen Seite, einen Shop oder auch ein Twitter Modul eingebunden werden und das alles schnell und ohne Programmierkenntnisse.
Wie ist die Idee dazu entstanden?
Andreas: Unser Anliegen ist es Unternehmen die Vermarktung auf Facebook zu vereinfachen. Auf Facebook hatten bis vor wenigen Wochen Fanseitenbetreiber die Möglichkeit, individuelle Inhalte und Tabs für ihre Fanpages zu erstellen. Dies lief mittels Facebooks eigener Sprache FBML ab und war sehr leicht. Seit dem 20. März 2011 ist diese Möglichkeit verschwunden. Zwar bleiben die FBML Tabs bestehen und vereinzelt kann man diese auch noch bearbeiten, in naher Zukunft werden sie jedoch wahrscheinlich ganz verschwinden.
Seither ist es möglich, Inhalte durch iFrame Apps auf Fanseiten einzubinden. Ohne einen Developer Account bei Facebook und den notwendigen Fachkenntnisse ist die Individualisierung einer Fanseite jedoch sehr schwierig. weiterlesen »
Letzte Woche war ich in Berlin auf der Next-Conference. Die Next ist eine jährlich stattfindende Internet-Konferenz, mit einem Business-Fokus. Sie wird von der Hamburger Internetagentur Sinner Schrader ausgerichtet und gehört mit über 1.600 Besuchern zu den größeren Veranstaltungen zu diesem Thema.
Zwei Tage lang gab es Vorträge von 155 Speakern aus 16 Ländern. Darunter bekannte Namen wie Andrew Keen, Sarah Lacy und Tim Ferris. Auf sechs verschiedenen Bühnen liefen parallel Vorträge zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. So konnte ich natürlich nur einen Bruchteil der Vorträge sehen. Die Vorträge wurden aber aufgezeichnet und sind in Kürze auf der Homepage der Konferenz verfügbar.
Einige Speaker haben selbstgebaute Devices vorgestellt. Hardware-Interfaces, die in irgendeiner Form mit dem Social Web verbunden sind. So gab es z.B. ein twitterndes Fahrrad und einen Flaschenöffner, der Tweets absetzt. Nun fragt man sich wozu das Ganze gut sein soll. Spielerei für Geeks? Oder gibt es Anwendungsfälle, die wirklichen Nutzen stiften? weiterlesen »
13 Mai, 2011
Posted by: Tim Krischak In: Blogging|in eigener Sache
Vor kurzem habe ich hier die Blogparade “Rettet die Blogparade” gestartet. Ziel der Initiative ist es, Blogs besser miteinander zu vernetzen und unbekanntere Blogs kennenzulernen. Die Resonanz ist wirklich sehr gut.
Bis jetzt haben über 40 Blogger Artikel geschrieben, in denen Sie ihre Lieblingsblogs vorstellen und über die Rolle der Blogrolle sinnieren (siehe Trackbacks u. Kommentare).
Die Parade lief eigentlich bis zum 13.5. Nun haben mich einige via Twitter gefragt, ob noch Beiträge möglich sind.
Deshlab habe ich mich entschlossen die Aktion noch bis zum 27.5. zu verlängern. Dann werde ich mich dransetzen und die vielen tollen Beiträge auswerten.
Wer sich noch beteiligen möchte, der findet hier die Spielregeln.
Stay Tuned!
Foto (cc) Gerd Zimny
11 Mai, 2011
Posted by: Tim Krischak In: Best Practice|Fundstücke|Social Media

In Soziale Netzwerken verwischt die Abgrenzung zwischen Berufsrolle und Privatperson. Das stellt Unternehmensführung, Unternehmenskommunikation und Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Zum einen ist die private Nutzung von Facebook Privatsache, zum anderen möchte man Mitarbeiter davor schützen dem Unternehmen wissentlich, oder unwissentlich Schaden zuzufügen.
Social Media Guidelines sollen Mitarbeitern Orientierung im Umgang mit Sozialen Netzwerken geben und kommen in der Regel als Hilfestellung daher. Sie richten sich entweder an alle Mitarbeiter oder an die kommunikationsaktiven Mitarbeiter.
Man kann die Social Media Guidelines den Mitarbeitern als Dokument zur Verfügung stellen, oder in einem Training vermitteln. Natürlich ist ein Training effektiver. Dies kann jedoch abhängig von der Firmengröße sehr aufwändig werden. Hier kann der gezielte Einsatz von Medien helfen.
Eine schöne Form der Vermittlung hat man bei Tchibo gewählt. Im Corporate Blog von Tchibo findet man dieses kurze Video, das die wichtigsten Punkte auf ansprechende Weise vermittelt:
Bei komplexeren Inhalten bietet E-Learning gute Möglichkeiten. Die Social Media Guidelines können zum Beispiel in einem Web Based Training (WBT) vermittelt werden. Die Mitarbeiter bearbeiten dann einzelnen Lerneinheiten am Computer und Klicken sich durch die Inhalte.
Mehr zu Social Media Guidelines:
Aus juristischer Sicht (Haftung)
Aus juristischer Sicht (Arbeitsrecht u. Meinungsfreiheit)
Ratgeber des BITKOM
Datenbank mit 100 Beispielen
Foto: Kai Heddergott

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Trainer u. Berater für Online-Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.
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