Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

12 Jan, 2009

Sind Reputationsgewinne durch Selbstmarketing ein Anreiz Informationen zu teilen?

Posted by: Tim Krischak In: Blogging|Social Media|Wissensmanagement

Illustration by PUBLISYST Comunicaciones

cc by PUBLISYST

Martin Weigert hat bei netzwertig einen schönen Artikel zum Selbstmarketing im Social Web verfasst. In dem Beitrag weißt er darauf hin, dass eine aktive Beteiligung im Web 2.0, sofern richtig eingesetzt,  „ein wertvolles und – vom Zeitaufwand abgesehen – kostenloses Selbstmarketing“ sein kann. Denn wer es schafft sich im Netz den Ruf eines Fachmanns aufzubauen, der hat gute Chancen auf diesem Gebiet seine Karrieremöglichkeiten zu verbessern. So ähnlich argumentiert auch Klaus Eck in dem Buch „Karrierefalle Internet„.

Der Aufbau einer Online-Reputation mit dem Ziel der Selbstvermarktung hat aus meiner Sicht noch einen weiteren interessanten Effekt:

Wenn sich Menschen mit Hilfe des Social Webs vermarkten um ihre Karriere zu fördern, dann geschieht dies in der Regel in Form von Beiträgen zu den Fachthemen, die für sie relevant sind. Dazu werden in Fachblogs Artikel verfasst, Tweets erstellt, Social Bookmarks gesammelt usw. Man bringt sich in Fachdiskussionen ein, verweißt auf interessante Inhalte, schreibt Rezensionen, usw. Man teilt Informationen.

Die logische Folge daraus: Im Netz entstehen immer Kommunikations-, und damit Wissensnetzwerke zu den verhandelten Themenbereichen. Die erwarteten Reputationsgewinne könnten den Akteuren einen Anreiz bieten Informationen zu teilen und Content zu erstellen. Weil die Akteure eine gute Reputation aufbauen wollen, bemühen sie sich auch qualitativ hochwertige Inhalte einzustellen. Das hat wiederum einen positiven Einfluss auf die Qualität der Inhalte, die in diesen Wissensnetzwerken zirkulieren. Besonders in der Blogosphäre existieren viele Blogs zu unterschiedlichen Fachthemen mit hervorragenden Inhalten. In solchen Netzwerken kann man sehr gut kostenlos sein Wissen zu einem Themengebiet erweitern. Das hat im Hinblick auf Lernen und Wissen Potenzial.

Momentan haben solche Wissensnetzwerke thematisch noch eine starke Tendenz zur Selbstreferentialität. Im Social Web wird sehr viel über das Social Web geschrieben. Wirklich interessant im Hinblick auf eine „Wissensgesellschaft“ werden solche Netzwerke dann, wenn die aktive Nutzung des Web 2.0 auch für Nicht-Geeks zu einer Selbstverständlichkeit wird. Die erwarteten Reputationsgewinne können dazu möglicherweise einen Anreiz bieten und als ein Motor wirken.

2 Responses zu "Sind Reputationsgewinne durch Selbstmarketing ein Anreiz Informationen zu teilen?"

1 | @tim_krischak

Januar 12th, 2009 at 15:50

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*: Sind Reputationsgewinne durch Selbstmarketing ein Anreiz Informationen zu teilen? http://tinyurl.com/9gygzc

2 | Alexandra Stang

März 18th, 2011 at 10:01

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Das ist eine interessante Seite. Ich finde die Aussage „sofern richtig eingesetzt“ in diesem Zusammenhang für Wissensmanagement und somit auch Reputation/Anreizmechanismen ganz wichtig.

Nur wenn das vernünftig und durchdacht eingesetzt wird, kann dabei ein nachvollziebarer Mehrwert für alle User entstehen.

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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E-Mail: tim@krischak.net



  • Stephan Mayer: Gerade Großkonzerne mit personell gut ausgestatteten Social Media Abteilungen und Agenturen interessieren sich immer mehr für einheitliche Social Me
  • Thomas: Für die grafische Benutzerüberfläche gibt es ferret (http://www.ferret-go.com/). Hier werden Ergebnisse dauerhaft gespeichert. Es arbeitet mit Sent
  • Tim Krischak: Danke für den Tipp. Das scheint lediglich ein weiterer Alert-Service zu sein. Da fehlen mir zum glücklich sein die Speicherung der Ergebnisse, eine