27 Aug, 2010
Social Media am Arbeitsplatz: Meine Kommunikationsumgebung im Social Web
Posted by: Tim Krischak In: E-learning|Social Media|Technologie|Tools|Wissensmanagement
Im letzten Beitrag ging es darum, welche Werkzeuge Wissensarbeiter für die tägliche Arbeit nutzen können. Ich habe den Leitfaden “A Practical Guide to using Social Media in your Job”
von Jane Hart vorgestellt und gefragt welche Tools Ihr täglich nutzt um zu Kommunizieren und Informationen zu organisieren. Stefan Pfeiffer hat in seinem Beitrag “Social Media am Arbeitsplatz – der persönliche Nutzen, die wertovollsten Tools” Werkzeuge vorgestellt, die ihn unterstützen.
Weil auch er nach Tools gefragt hat, gebe ich heute einen Einblick in meine Kommunikationsumgebung und stelle Tools vor, die ich täglich nutze. Der Vergleichbarkeit halber halte ich mich auch an Janes Gliederung:
Quellen im Netz finden
Google Reader: Wenn ich gezielt nach Informationen suche nutze ich zunächst einmal die Volltextsuche im Google Reader. Dort habe ich eine ganze Reihe von Feeds (Blogs, Bookmarks, etc.) zu meinen Themen abonniert. Wird dort das Suchwort gefunden ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das das Suchwort im passenden Kontext steht und ich die richtigen Informationen finde.
Social Bookmarking (Diigo, Delicious, Mister Wong): Denn auch Social Bookmarking Services liefern häufig relevante Treffer. Kein Wunder, den bei der Indexierung der Artikel ist menschliche Intelligenz beteiligt (Folksonomy). Natürlich nutze ich auch die Google-Websuche und die Google Blog-Suche, es kommt darauf an was ich suche. Außerdem nutze ich Wikipedia und die Schlagwortsuche in Google Books.
Slideshare kann auch eine gute Quelle sein. Hier findet man sehr gut aufbereitete Präsentationen, die in verschiedene Themenbereiche einführen.
Auf dem laufenden bleiben
Wie bereits erwähnt nutze ich den Google Reader zum lesen von RSS-Feeds (ca. 250) . Hier landen auch Suchbegriffe, die im Rahmen des Web-Monitorings gefunden werden. Dann gibt es noch einige Posterous Blogs denen ich folge, die gesammelt via Mail kommen. Bei Twitter folge ich Personen, die interessante Inhalte posten. Möchte ich Tweets eines Followers auf keinen Fall verpassen wird er in eine Liste aufgenommen. Innerhalb der Liste ist die Tweet-Frequenz nicht mehr so hoch und es fließen nicht so viele Informationen unbemerkt vorbei.
Kommunikation mit Kollegen
Als Freelancer stellt sich diese Frage für mich in anderer Form. Wenn ich gemeinsam mit anderen über einen längeren Zeitraum an einem Projekt arbeite nutze ich am liebsten ein internes Projektblog (Microblog) als Workspace. Der große Vorteil: Man schafft ohne Mehraufwand eine recherchierbar Wissensbasis und dokumentiert ganz nebenbei Lösungswege und den Projektverlauf. Zum Einsatz kommt ein selbst gehostetes WordPress-System mit dem P2-Theme von Auttomatic und einigen Plugins.
Außerdem Internettelefonie mit Skype. Wenn es mal schnell gehen soll gerne auch eine DM via Twitter oder der Facebook-Chat.
Ressourcen, Ideen und Erfahrungen teilen
Dazu kommt der Microblog (s.o.) zum Einsatz. Viele meiner Ressourcen, Ideen und Erfahrungen teile ich ganz öffentlich im Netz. Längere Textbeiträge hier im Blog oder im LERNET-Blog. Interessante Links und Tweets via Twitter. Fallen Kommentare zu den Links etwas länger aus dann, je nach Thema, auf meiner Facebook-Page oder auf der von LERNET 2.0. Interessante Grafiken, Präsentationen und Videos via Posterous. Für die Speicherung von Quellen, die längere Zeit relevant sein könnten nutze ich den Social Bookmarking Service Diigo. Mit dem Bookmarklet für Firefox kann man sogar einzelnen Fotos und Textpassagen annotieren, mit Tags versehen und speichern.
Nutzt man diese Tools öffentlich findet das Archivieren und Teilen von Informationen gleichzeitig statt. Informationen, die so wertvoll für mich sind das ich sie bei einem der Services speichere sind nämlich auch als Empfehlung für meine Web-Follower geeignet. Dann ist jede “Speicherung” zugleich ein Dialogangebot und es besteht die Möglichkeit einer Anschlusskommunikation. So kann man interessante Impulse von anderen zu bekommen.
Das gilt natürlich nur für Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Manche Services bieten die Möglichkeit Informationen privat zu speichern. Dann sind sie nicht öffentlich sichtbar. Was nicht unbedingt ins Web soll kommt in ein eigenes Wiki. Über TiddlyWiki habe ich schon etwas im LERNET-Blog geschrieben.
Zusammenarbeit im Team 
Entweder im Microblog (s.o.). Oder ein kollaborativer Texteditor. Pirate Pad oder Google Docs um gemeinsam Texte zu verfassen. Ich bin noch auf der Suche nach einer Google-Docs Alternative, die man selbst hosten kann und die bezahlbar ist.
Produktivität verbessern
Read it Later um meine Leseliste zu organisieren und auf verschiedenen Endgeräten zu lesen. Doodle zur Terminabstimmung, Dropbox um Datein zu speichern und zwischen verschiedenen Endgeräten (Desktop, Notebook, Smartphone, iPad) zu synchronisieren, Mindmeister um kollaborativ Mindmaps zu erstellen und remember the milk um Aufgaben zu verwalten.
Bei Gelegenheit werde ich das Ganze mal systematisiert darstellen. Natürlich bin ich immer noch neugierig auf Eure Tools und Workflows.


