Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

11 Mai, 2011

Social Media Guidelines – gut gemeint ist noch nicht gut vermittelt

Posted by: Tim Krischak In: Best Practice|Erlesene Fundstücke|Social Media


In Soziale Netzwerken verwischt die Abgrenzung zwischen Berufsrolle und Privatperson. Das stellt Unternehmensführung, Unternehmenskommunikation und Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Zum einen ist die private Nutzung von Facebook Privatsache, zum anderen möchte man Mitarbeiter davor schützen dem Unternehmen wissentlich, oder unwissentlich Schaden zuzufügen.

Social Media Guidelines als Hilfestellung

Social Media Guidelines sollen Mitarbeitern Orientierung im Umgang mit Sozialen Netzwerken geben und kommen in der Regel als Hilfestellung daher. Sie richten sich entweder an alle Mitarbeiter oder an die kommunikationsaktiven Mitarbeiter.

Man kann die Social Media Guidelines den Mitarbeitern als Dokument zur Verfügung stellen, oder in einem Training vermitteln. Natürlich ist ein Training effektiver. Dies kann jedoch abhängig von der Firmengröße sehr aufwändig werden. Hier kann der gezielte Einsatz von Medien helfen.

Eine schöne Form der Vermittlung hat man bei Tchibo gewählt. Im Corporate Blog von Tchibo findet man dieses kurze Video, das die wichtigsten Punkte auf ansprechende Weise vermittelt:

Bei komplexeren Inhalten bietet E-Learning gute Möglichkeiten. Die Social Media Guidelines können zum Beispiel in einem Web Based Training (WBT) vermittelt werden. Die Mitarbeiter bearbeiten dann einzelnen Lerneinheiten am Computer und Klicken sich durch die Inhalte.

Mehr zu Social Media Guidelines:
Aus juristischer Sicht
(Haftung)
Aus juristischer Sicht (Arbeitsrecht u. Meinungsfreiheit)
Ratgeber des BITKOM

Datenbank mit 100 Beispielen

Foto: Kai Heddergott

5 Responses zu "Social Media Guidelines – gut gemeint ist noch nicht gut vermittelt"

1 | Michael Herzog

Mai 11th, 2011 at 20:12

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Hm – das Video ist nett gemeint, beantwortet die grundlegende Frage aber auch nur mit „Du bist 24h am Tag unser Angestellter, also pass auf was du machst.“ Feinere Disclosure-Richtlinien – ja ich arbeite hier, das ist aber meine Privatmeinung – gibt es hoffentlich in den begleitenden Materialien.

2 | Tim KrischakNo Gravatar

Mai 11th, 2011 at 20:30

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Guter Hinweis. Ich finde die Punkte „Poste keine Geschäftsgeheimnisse“ und „operiere nicht verdeckt“ am wichtigsten. Zumindest der 1. Punkt ist ohnhin im Arbeitsvertrag festgelegt.
Der Hinweis auf die Partypics ist grenzwertig. Deshalb handelt es sich wahrscheinlich eher um Empfehlungen als um eine echte Policy. Denn genau dort beginnt die Privatsphäre des Mitarbeiters.

3 | M. FoersterNo Gravatar

August 5th, 2011 at 12:46

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Vielen Dank erstmal für die gute Zusammenstellung. Will nämlich gerade für ein Projekt ein paar Guidelines aufstellen.
Zum Thema Privatsphäre // Mitarbeiter kann ich nur sagen, dass man sich das auch ohne „Arbeitgeber-erhobenen Zeigefinger“ überlegen sollte, was man veröffentlicht. Ich finde zumindest hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, Empfehlungen zu geben.

4 | Tim KrischakNo Gravatar

August 5th, 2011 at 16:21

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Guidelines, die als Empfehlungen daherkommen finde ich viel sympathischer.

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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E-Mail: tim@krischak.net



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