09 Apr, 2010
Social Media sind anders: Greenpeace bringt Nestle auf die Palme
Posted by: Tim Krischak In: lessons learnt|Social Media-Cases
Mit den Social Media betreten Unternehmen eine öffentliche Arena, die nach anderen Gesetzmäßigkeiten als die bekannte Medienwelt funktioniert. Die Meinungsführer, Multiplikatoren, Mechanismen, Regeln und Geschwindigkeiten unterscheiden sich von denen der Massenmedien. Wer die neue Medienwelt nicht versteht, nicht genügend vorbereitet ist und im entscheidenden Moment falsch reagiert kann in eine Reputationskrise geraten.
Wie zuvor schon einige Unternehmen musste dies nun auch der Nahrungsmittelhersteller Nestle lernen. Die Marke KIT-KAT geriet durch Greenpeace unter Beschuss. Die Kampagne richtet sich gegen Nestle weil der Konzern, so der Vorwurf durch Greenpeace, mit der Verwendung von Palmöl zur Abholzung des Regenwaldes beitrage. Die Kampagne hat Greenpeace mit Social Media Werkzeugen bestritten, die wohl orchestriert und stimmig eingesetzt wurden. Das Vorgehen von Greenpeace war taktisch klug, die Reaktion der Konzernkommunikation hingegen war nicht gut durchdacht.
Eine gut aufbereitete Zusammenfassung findet man in dieser Präsentation von Scott Douglas:
NESTLE KERFUFFLE on Prezi via (Nais R Nichani)
Auch in der deutschen Blogosphäre wurde der Fall diskutiert. Eine Zusammenfassung und Chronolgie findet man z.B.bei Klaus Eck. Einen kritischen Blick auf die Kampagne wirft Mirko Lange. Einschlägige Zahlen zum Buzz hat Thomas Hutter veröffentlicht und Till Achinger hat die Kommentare auf Nestles Facebook-Fanpage analysiert.
Der Fall zeigt wie wichtig es für Unternehmen ist auf mögliche Krisen vorbereitet zu sein um in einer Krisensituation richtig zu reagieren.
Wie hätte Nestle die Krise besser meistern können?


