Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

09 Okt, 2011

Social Media Wunderheiler und Koalition der Ahnungslosen

Posted by: Tim Krischak In: Beobachtungen und Erfahrungen|Social Media|Social Media-Cases|Veranstaltungen

Bei uns in der Region gibt es regelmäßig Veranstaltungen, die Mittelständlern das Internet näher bringen sollen. Einmal im Jahr gibt es einen kleinen Kongress mit Vorträgen und Workshop-Angeboten. Ich war dort und was ich dort erlebt habe hat mir nicht gefallen.

Natürlich darf das Thema Social Media auf einer solchen Veranstaltung heute nicht fehlen. So gab es einen Vortragsslot. Die Beiträge kamen von Wald- und Wiesenagenturen (mit gutem Umsatz) aus der Region, die den versammelten Unternehmen etwas zum Thema Social Media Monitoring und Social Commerce erzählen wollten. Der Slot war gut besucht.

Warum man jetzt auf Facebook sein muss

Die Referenten erzählten, wie wichtig und gut Social Media für die Welt sei. Und Unternehmen müssen sich auf Social Media einstellen. Und das besser heute als morgen.

Denn an Facebook, YouTube und Twitter führe kein Weg mehr vorbei, will man morgen noch Mitarbeiter finden und Geschäfte machen. Außerdem müsse man jetzt authentisch sein. Das sei wichtig, denn das werde bei Facebook erwartet.

Die Vorträge waren inhaltlich schwach. Das wussten aber die Referenten nicht und das Publikum vermutlich auch nicht.

Alles Social Media, oder was?

Social Media wurde wie eine Art Wundermittel angepriesen. Facebook Page einrichten, authentisch sein, fertig. Und wehe nicht! So stelle ich mir Wunderheiler vor, die auf dem Jahrmarkt ein Schlangenöl verkaufen.

Wobei ich den Referenten gar keine Scharlatanerie unterstellen möchte. Die Aufgeregtheit war wahrhaftig. In der Pause habe ich mitgekriegt, dass einer der Referenten erzählte, wie er sich vor einem halben Jahr bei Facebook angemeldet habe und jetzt von Social Media total begeistert sei. Ja, die Begeisterung ist echt. Aber macht es das besser?

Wird Social Media den Mittelstand retten?

Kleinere mittelständische Unternehmer tun sich sehr schwer mit EDV Online-Kommunikation. Viele haben nicht einmal eine vernünftige Website. Und ob ein Maschinenbaubetrieb seine Zielgruppe via Twitter erreicht finde ich mehr als fraglich.

Wenn Worst Practice zu Best Practice wird

Das aber auch Mittelständler erfolgreich Social Media machen können, sollte dann ein Fallbeispiel zeigen. Der Juniorchef eines Unternehmens, das Lagerregale verkauft, stellte gemeinsam mit dem Berater der betreuenden Agentur den Case vor. Man macht jetzt seit einem halben Jahr etwas mit Social Media.

O-Ton: „Vergessen Sie so etwas wie Strategie und solchen hochtrabenden Kram. Das braucht man alles nicht. Man muss einfach damit anfangen. So haben wir das auch gemacht und haben gute Erfahrungen gemacht“.

So wurde eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account und ein YouTube-Channel eingerichtet, für den drei Videos produziert wurden. Die betreuende Agentur war dabei natürlich gerne behilflich.

Auf die Frage hin, wie hoch der Pflegeaufwand für die Facebook-Page sei, sagte der Juniorchef, dass es schon anstrengend sei immer abends nach Feierabend etwas einzustellen. Zumal es auch nicht immer leicht sei überhaupt etwas geeignetes zu finden. Da muss man sich immer etwas aus den Fingern saugen.

Und was hat man erreicht?
Der Referent gab zu, dass er in dem Zeitraum keine neue Kunden gewonnen und es auch nicht mehr Bestellung im Online-Shop gegeben habe. Es gab aber vereinzelt positive Rückmeldungen von Kunden. Zahlen wurden keine genannt.

Ich habe aber mal einen Blick auf die Seite geworfen. Dort gab es 66 Fans. Aufgrund des Edgerank erreicht die Seite also Netto vermutlich 3-6 Fans, die den Newsstream überhaupt zu Gesicht bekommen.

Auf der Haben-Seite wurde außerdem verbucht, dass sich das Social Media Engagement positiv auf die Suchmaschinenergebnisse ausgewirkt habe, genaueres wurde aber nicht genannt.

Ja, Links aus dem Social Web können sich positiv auf das Ranking auswirken (Social Signals). Aber wäre es nicht sinnvoller gewesen in ein bisschen SEO zu investieren? Man kauft doch auch kein Auto wegen des praktischen Zigarettenanzünders.

Dann kam das Hauptfazit, und jetzt schnallt Euch an: Er verstehe jetzt schon viel besser wovon die Agentur rede und könne sich jetzt auf einer Augenhöhe unterhalten.

Dann hat sich die Mühe ja richtig gelohnt, besonders für die Agentur.

Koalition der Ahnungslosen

Das wir uns nicht falsch verstehen, der Unternehmer hat eine positive Bilanz gezogen. Die o.g. Punkte wurden als Erfolge wahrgenommen. Und so plane man jetzt den Facebook-Auftritt technisch(!) weiter auszubauen.

Der Case sollte eigentlich als Best-Practice Bespiel dienen. Aus meiner Sicht war es Worst Practice. Das wusste dort aber keiner. Weder der Unternehmer, noch die betreuende Agentur (hoffentlich das Publikum).

Ich halte nicht viel davon mit dem Finger auf andere zu zeigen. Aber wer als Agentur einem Kunden solch eine Grütze verkauft ist ein schlechter Berater. Und wer das dann auch noch als Best Practice auf einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert, demonstriert, dass er keine Ahnung hat, was er da überhaupt tut.

Muss das denn sein?

(Foto via Olivier Blanchard)

18 Responses zu "Social Media Wunderheiler und Koalition der Ahnungslosen"

1 | S Johnson-Wozowiecki

Oktober 9th, 2011 at 11:45

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Schön beobachtet. Und schrecklich wahr.

2 | ClausNo Gravatar

Oktober 9th, 2011 at 13:14

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Danke für diesen super Artikel. Die Erfahrungen deckt sich zu 100% mit meiner Erfahrung, die ich bei solchen Veranstaltungen für den Mittelstand mache und gemacht habe. Ruhig auf dem Stuhl zu sitzen fällt hier sehr schwer… Es ist unglaublich, was hier geschieht und der Vergleich mit den Quaksalbern ist sehr treffend…

3 | frank krings

Oktober 9th, 2011 at 16:26

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Guter Artikel. Aber. wenn die Fanpage des Lagerregal-Anbieters dazu führte, dass die Mitarbeiter sich an die Kommunikation via SM gewöhnen, war es nicht ganz umsonst. Und wenn die 66 Fans gut vernetzte Stammkunden sind, ist das auch nicht total blöd, hier einen Kanal zu bieten. Aber wer behauptet, dass sich SM direkt auf den Vertrieb mit höheren Verkäufen auswirkt, ist tatsächlich ein Scharlatan. SM bietet Firmen einfach weitere Kommunikationskanäle zu Telefon, Email etc.Wie man die nutzt hängt von der Firma ab. Bei einer mittelständischen PR-Agentur ist die Nutzung sicher selbstverständlicher als bei einer mittelständischen Firma  für Klodeckel oder Lagerregale. Aber auch dort ist SM nicht komplett sinnlos.

4 | Tim KrischakNo Gravatar

Oktober 9th, 2011 at 16:53

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Danke für Deinen Einwand Frank. Nein, sicher ist Social Media bei mittelständischen Unternehmen nicht grundsätzlich sinnlos.
Das sehe ich genau so.

Es ist aber auch nicht grundsätzlich sinnvoll, nur weil es Facebook ist. Aber das scheinen einige im Moment nicht zu sehen. Undifferenziert Verallgemeinerung bringen uns nicht weiter, weder auf der Pro, noch auf der Contra-Seite. Genau darum geht es mir.

Denn auf der Veranstaltung wurde der Eindruck vermittelt Social Media sei per se sinnvoll. Ein Wundermittel halt.

5 | Lars Hahn

Oktober 9th, 2011 at 17:13

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Meine Rede: Facebook wird für den Mittelstand leichtfertig als Geheimwaffe gepriesen. Im b2b-Bereich mit überschaubaren Kontakten! Keiner fragt, wer die Zielgruppe ist, welche Botschaft vermittelt wird, wer den Content machen wird usw.  Hauptsache man hat den Hype nicht verpasst.

Apropos Wunderheiler: Dein Post passt ja auch prima zur aktuellen Diskussion um den Bundestrojaner. Auch hier scheinen Nichts-Ahnende mit der aktuellen technischen UND gesellschaftlichen Entwicklung überfordert zu sein, gleichzeitig aber den Hype nicht verpassen zu wollen. Eine Behörde, die fett in das Hacker-Business einsteigen will? Dabei haben sie extra das Cyber-Abwehrzentrum gegründet. Viel Geld wird aufgrund von Grobinformationen von Beratern, die selbst Halbwissen haben, fahrlässig in gefährliche Strategien und Werkzeuge investiert. Ähmm, übrigens Steuergeld…

Die treibende Motivation hinter allem? Den Hype nicht verpassen wollen?

P.S.: Ich hab die besagte Veranstaltung am Donnerstag nicht mehr geschafft. War wohl nicht schade drum?!

6 | Eva IhnenfeldtNo Gravatar

Oktober 9th, 2011 at 17:15

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Ich glaube aber auch, dass der EC-Ruhr Kongress an sich leider ein „Worst Practice Beispiel“ für Social Media ist. Ich weiß nicht, welche Beziehungsgeflechte für die Auswahl der Referenten zuständig sind, aber die Vorträge sind wirklich oft inhaltlich schlecht. Dagegen sind unsere guten alten Twittwochs in Essen immer ein Füllhorn an Inspiration gewesen – die fehlen mir… Da müssen wir im Ruhrgebiet was Neues schaffen, der EC-Ruhr-Kongress ist keine Alternative

7 | Jan-Hendrik Senf

Oktober 10th, 2011 at 18:56

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Puh. Solche Veranstaltungen sind Gift und man fühlt sich danach
schlecht. Ich war auf so einer auch schon dieses Jahr. Mit Fremdschämen
und dem Gefühl, dass Social Media das billige Flittchen ist, an das
jeder zu gerne mal ran will und auch darf gerade. Aus leidvoller
Erfahrung also kann ich nur sagen: Kopf hoch, Tim. Der Ekel geht
irgendwann ein paar Tage nach dem Autoverkäufer-Event wieder vorbei,
spätestens, wenn man wieder auf korrekten Veranstaltungen weilt. In
diesem Sinne: Lange nicht gesehen :)

8 | Tim KrischakNo Gravatar

Oktober 10th, 2011 at 19:14

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Vielen Dank für die aufmunternden Worte, Jan. Am nächsten Tag war ich auf einem Barcamp. Das tat richtig gut :-) Auf bald!

9 | Frank Schäfer

Oktober 11th, 2011 at 10:45

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Endlich spricht es mal jemand so deutlich aus. Ich komme mir auf lokalen Xingtreffen und ähnlichem mittlerweile als Aussätziger vor, wenn ich die Wirkung vom Allheilmittel Social Media für den typischen KMU relativiere.

10 | Dirk KlostermannNo Gravatar

Oktober 11th, 2011 at 10:59

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„Koalition der Ahnungslosen“ ist ziemlich treffen. Die Agenturvideos würde ich gerne mal sehen….

11 | Inge SeibelNo Gravatar

Oktober 11th, 2011 at 12:55

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Wie Lars schreibt: „Keiner fragt, wer die Zielgruppe ist, welche Botschaft vermittelt wird,
wer den Content machen wird usw.  Hauptsache man hat den Hype nicht
verpasst.“ – Diese Erfahrung mache ich massiv in jüngster Zeit bei Radiostationen. Da wird auf Teufel komm raus gepostet, ohne Sinn und Verstand. Bist Du neu? Kriegst Du die Accountdaten! Was Du posten sollst? Dir fällt schon was ein! Hauptsache, wir sind dabei…

12 | Lost & Found (8): Neue Fundstücke aus HR-Blogs und Social Web - Human Resource-Blog

Oktober 11th, 2011 at 18:02

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[…] Thema Social Media. Tim Krischak hat in seinem Blog einen hervorragenden Artikel geschrieben über pseudokompetente Berater, welche ahnungslosen Kunden die Social Media Wunderheilung versprechen. Köstlich zu lesen und tragisch zugleich. Absolute […]

13 | Ein paar Gedanken über das ewige Wettrennen um die Facebook Fanzahlen und den Unsinn von Gewinnspielen auf Karriere-Pages « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null

Oktober 12th, 2011 at 00:44

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[…] und lässt die Personalabteilung machen, weil man ja dabei sein muss. Wird ja überall geschrieben und immer mehr Berater/Agenturen bieten  (vermeintliche) Social Media Expertise im Bereich Employer…, aber erkennen zu glauben, dass man damit Geld verdienen kann. Daher hier mein Tipp: Schauen Sie […]

14 | personalmarketing2nullNo Gravatar

Oktober 12th, 2011 at 10:29

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Hallo Tim, ein wunderbarer Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft. Problem ist eben in der Tat, dass Unternehmen, die überlegen, ob sie sich in Social Media engagieren oder nicht, leider nicht den notwendigen Durchblick haben und dann leider auf solche Scharlatane, die in der Regel unter Social Media einen weiteren Marketing-Push-Kanal verstehen und darüber hinaus keinerlei eigene praktische Erfahrungen in Social Media vorweisen können, auf eben diese Scharlatane reinfallen, weil ihnen das Grundverständnis fehlt. Ich weise auch immer wieder darauf hin, dass es mit dem reinen Aufsetzen einer Facebook-Page oder eines Blogs nicht getan ist, denn ohne Strategie geht nun mal nix. Welcher Zeit- und Personalaufwand hinter solch einem Engagement steht, ist vielen leider nicht bewusst. Dass man darüber hinaus auch noch Themen benötigt, um die Kanäle zu bespielen, ebenso. Und oft ist es leider so, dass man auf bloße Fan- oder Followerzahlen schielt und dann bspw. ein Gewinnspiel nach dem anderen durchführt, um gaaanz viele Fans zu bekommen. Wie wenig nachhaltig die insbesondere im Personalmarketingbereich sind, dürfte schnell klar sein.
Die Erfahrung, die ich bis dato im Übrigen überwiegend mache, dass die Unternehmen lieber auf Scharlatane hören, als sich wirklich ernsthaft Gedanken um eine Strategie und den damit verbundenen Aufwand zu machen. Klar, geht ja auch schneller. Kostet aber im Zweifelsfall Image und Reputation. Und dann heißt es wieder „habe ich ja gleich gesagt, dass dieses Social Media Dings nur ein Hype ist“. :-)
Aber vielleicht öffnen ja Artikel wie dieser anderen die Augen.
Noch einmal vielen Dank dafür!

15 | Tim KrischakNo Gravatar

Oktober 12th, 2011 at 10:56

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Danke für Deinen Kommentar. Ich glaube gar nicht, dass die „Berater“ in
diesem beschriebenen Fall Social Media als einen Push-Kanal verstanden
haben. Ich hatte den Eindruck, dass sie schon wussten, dass es um Dialog
gehen sollte. Das kann ja schließlich schon in jeder Zeitung lesen.
„Bei Social Media geht es um den Dialog mit den Kunden“.

Aber
Dialog ist auch nicht in jedem Fall sinnvoll, da kein Selbstzweck. Und
wenn Dialog sinnvoll sein kann, muss man ihn auch forcieren. Das war
mein Punkt.
 
Das mit der Fan-Sammelei und den Gewinnsppielen ist
auch so eine Sache. In diesem speziellen Fall hat es aber noch nicht
einmal für Fans gereicht.

16 | Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

Oktober 15th, 2011 at 10:53

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Mein Schritt in die Selbständigkeit….

Wie nicht nur ich feststellen durfte, sondern zum Beispiel auch Palisaden-Stefan, wird man in den Sozialen Netzwerken schnell und viel umgarnt: „Ich hatte es die Tage mit einigen SocialMedia, Neuro……

17 | M FoersterNo Gravatar

Oktober 17th, 2011 at 16:05

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Ich weiß genau, was Sie meinen mit Ihrem Artikel. Ich selbst berate auch KMU als Selbstständige. Was mir bei der ganzen Social Media-Diskussion fehlt, ist der gesamte Marketing-Blick. KMU haben ja oft kein vernünftig aufgestelltes Marketing, warum sollen sie auf einmal vernünftig mit Social Media umgehen können? Und Agenturen, die Social media-Konzepte verkaufen, haben es oft auch nicht so mit dem ganzheitlichen Marketing-Blick.
Ich vermute, dass diejenigen die heute Social Media als Allheilmittel an KMU verkaufen, vor 10 Jahren Schweinebauch-Anzeigen verkauft haben. Und als nächste Sau wird wahrscheinlich Mobile Marketing durch´s Dorf getrieben.
Ich finde Social Media übrigens gut, und wo es passt auch für KMU, aber immer im Rahmen eines Gesamt-Marketing-Konzeptes und -Strategie.

18 | LapehnNo Gravatar

Oktober 18th, 2011 at 14:12

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Die traurige Realität. Schöner Artikel, Tim.

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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Kontakt:
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E-Mail: tim@krischak.net



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  • Thomas: Für die grafische Benutzerüberfläche gibt es ferret (http://www.ferret-go.com/). Hier werden Ergebnisse dauerhaft gespeichert. Es arbeitet mit Sent
  • Tim Krischak: Danke für den Tipp. Das scheint lediglich ein weiterer Alert-Service zu sein. Da fehlen mir zum glücklich sein die Speicherung der Ergebnisse, eine