Kommunikation – zweinull


Digitale Kommunikation, Social Media, Beratung & Training

21 Sep, 2011

Soziale Netzwerke: 8 Tipps für einen guten Umgang miteinander

Posted by: Tim Krischak In: Facebook|in eigener Sache

Letztens wurde ich von einer Journalistin gefragt, ob ich für einen Artikel Tipps für die Nutzung von Facebook geben könne. Daran fande ich zweierlei Dinge ungewöhnlich.

1) Es handelte sich um ein Dossier für eine bekannte Frauenzeitschrift.
2) Es ging um Tipps für die private Nutzung von Facebook.

Sonst berate ich Unternehmen, die das Internet und auch Social Media für die Kommunikation nutzen möchten. Da sich Privates und Berufliches in Sozialen Netzwerken vermischen können, sind diese Überschneidungen häufig auch ein Thema in der Beratungspraxis.

So habe ich mir mal ein paar Gedanken über die private Nutzung von Sozialen Netzwerken gemacht. Dabei heraus gekommen sind folgende acht Tipps für die private Nutzung von Facebook & Co., die ich gerne mit Euch teilen möchte.

1) Machen Sie sich mit dem Medium vertraut
Machen Sie sich zunächst einmal mit den technischen Begebenheiten vertraut, so dass sie die Hauptfunktionen verstehen. Ratsam ist es außerdem zunächst einmal eine zeitlang mitzulesen und zu beobachten wie sich andere auf der Plattform verhalten. So bekommen Sie ein Gefühl für das Medium.

2) Nicht jedes Foto gehört ins Internet
Achten Sie darauf welche Fotos Sie einstellen. Denn Fotos, die einmal im Internet sind können den Kreis der Vertrauten leicht verlassen. Stellen Sie nur Fotos ein, die Sie auch mit gutem Gewissen Ihrem Chef oder Arbeitskollegen zeigen würden. Bilder von Saufgelagen u.ä. haben erst gar nichts im Netz zu suchen.

3) Vorsicht bei Fotos, die andere zeigen
Was für die eigenen Bilder gilt, das gilt auch für Aufnahmen, die befreundete Personen zeigen. Andere Personen schlecht dastehen zu lassen ist kein feiner Zug. Verzichten Sie darauf Bilder einzustellen, in denen Leute schlecht getroffen sind oder die in einer anderen  Weise despektierlich sein könnten. Sie wollen ja schließlich auch nicht das andere Leute solche Fotos von Ihnen verbreiten.

4) Bei Streitigkeiten besser zum Telefonhörer greifen
Das Internet ist nicht der richtige Ort um einen Streit auszutragen und delikate Angelegenheiten zu klären. Bei der Online-Kommunikation fehlen wichtige Informationen wie Mimik, Gestik oder Klang der Stimme. Sie helfen uns im Gespräch das Gesagte zu interpretieren und richtig einzuordnen. Bei der schriftlichen Kommunikation im Netz kommt es deshalb schnell zu Missverständnissen.

Wenn sie delikate Dinge zu besprechen haben, greifen Sie besser zum Telefon oder treffen sich persönlich zu einem Gespräch unter vier Augen.

5) Im Streitfall kühlen Kopf bewahren
Weil wir uns nicht sehen und hören kann der Umgangston im Netz schnell rau werden. Emotionale und hitzige Wortgefechte schaukeln sich schnell auf. Machen Sie einen Spaziergang oder überschlafen Sie ihre Antwort eine Nacht, bevor Sie etwas schreiben, was Ihnen später leid tut.

6) Lästern Sie nicht über andere Personen
Alles was einmal im Internet ist kann sich unkontrolliert verbreiten. Sprechen Sie über andere Personen so, als seien sie unmittelbar anwesend.

7) Achten Sie die Privatsphäre Ihrer Kinder
Sicherlich sind Ihre Kinder in den Sozialen Netzwerken aktiv und es spricht ja zunächste einmal nichts dagegen sich mit ihnen online zu befreunden. Denken Sie aber daran, dass Kinder und Jugendliche ihre Freiraum brauchen.

Genausonwenig wie Sie ihren Kindern beim telefonieren zuhören oder sich mit ins Zimmer setzen wenn Ihre 14 jährige Tochter Besuch von gleichaltrigen hat, sollten Sie sich in dem virtuellen Raum aufhalten. Auch wenn Sie sich zunächst nichts bei der Freundschaftsanfrage denken. Ihr Kind fühlt sich evtl. beobachtet.

8) Lehren Sie ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Netz
Besser Sie klären Ihre Kinder über mögliche Gefahren auf. Dazu gehören die z.B. o.g. Punkte. Mobbing innerhalb der Klasse kann sich im Netz fortsetzen. Denn das Internet ist ein soz. Raum wie jeder andere auch und die Spielregeln, an die wir uns halten wollen gelten auch im Internet.

Welche Tipps habt Ihr für einen guten Umgang in Sozialen Netzwerken?

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5 Responses zu "Soziale Netzwerke: 8 Tipps für einen guten Umgang miteinander"

1 | Dr. Christina Lauer

September 21st, 2011 at 09:33

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Vielen Dank für den informativen Beitrag. Zum Thema „Privatspäre von Kindern“ sollte meiner Meinung nach noch ergänzt werden, dass man sich als Eltern gut überlegt, welche Fotos man von seinen Kindern ins Netz stellt.

Ich denke, dass jeder, egal wie alt, ein Recht hat, selbst zu entscheiden, was von ihr oder ihm im Netz verfügbar ist. Und wenn die Kinder noch zu klein sind – dann sollten Eltern meiner Meinung nach auch gut überlegen, ob sie Bilder der Liebsten bei Facebook einstellen.

Herzliche Grüße

2 | Tim KrischakNo Gravatar

September 21st, 2011 at 10:14

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Besten Dank für die Ergänzung. Ein wichtiger Punkt!

Kinderfotos habe ich bei Facebook schon oft gesehen und habe den Eindruck, dass dies vielen Eltern nicht bewusst ist, wenn sie die Kindheit ihrer Sprösslinge bei Facebook dokumentieren.

3 | iReview 38/2011 - iPad, iPhone - ApfelBlog

September 25th, 2011 at 14:16

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[…] wieder erwähnenswert wie kompliziert die Apple Entwicklungsumgebung deinstalliert werden muss.Soziale Netzwerke: 8 Tipps für einen guten Umgang miteinander – Sehr sexy, aber verstösst gegen das Markenrecht.Ultimatum: OS X Lion auf dem iPhone […]

4 | Program or Be Programmed – das Wesen des Internets | People&Media

Oktober 1st, 2011 at 18:37

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[…] durch Tim Krischaks Beitrag zum Thema “Soziale Netzwerke: 8 Tipps für einen guten Umgang miteinander” möchte ich […]

5 | Martin RetiNo Gravatar

Oktober 4th, 2011 at 11:47

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Bin bei Ihnen. Aber damit sidn wir wohl nicht im Trend:  Google setzt in seiner aktuellen Werbekampagne direkt auf diesen Trend …

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Tim Krischak

Tim Krischak

...kommt aus Essen, arbeitet als freier Berater für Digitale Kommunikation und schreibt hier seit 2008 über Kommunikation in der neuen Medienwelt.

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E-Mail: tim@krischak.net



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